Peter Torebkos australischer Traum ist geplatzt

Aus in Astralien: Peter Torebko.
Aus in Astralien: Peter Torebko.
Foto: Kai Kitschenberg
Was wir bereits wissen
Nach dem ersten Satz sah es sehr gut aus, im zweiten auch noch vielversprechend: Doch letztlich scheiterte Peter Torebko in der zweiten Qualifikationsrunde zu den Australian Open.

Wesel..  Peter Torebko ist in der zweiten Qualifikationsrunde zu den Australian Open ausgeschieden. Der Weseler Tennisprofi unterlag beim ersten Grand Slam des Jahres in Melbourne dem Franzosen Laurent Lokoli mit 6:3, 6:7 (3:7), 1:6 und verpasste damit ein finales Spiel um den erstmaligen Einzug in das Hauptfeld bei einem der vier größten Turniere.

Das Duell hatte einen ähnlichen Verlauf wie Torebkos 1:6, 7:6, 6:3-Auftaktsieg gegen Gastao Elias am frühen Mittwochmorgen genommen – nur lief es diesmal zum Nachteil des 26-Jährigen, der gut in das Match gefunden hatte. Der Weltranglisten-242. nahm seinem 17 Plätze schwächer notierten Gegner im ersten Satz zweimal den Aufschlag ab und gestattete selbst keine Breakchance.

In Durchgang zwei gab es keine Aufschlagverluste, obwohl beide Spieler zeitweise bei ihrem Service wackelten. Lokoli vergab sechs Breakmöglichkeiten, Torebko deren vier. Besonders mit den drei ausgelassenen Chancen beim Stand von 4:3 haderte der Hansestädter. „Ich habe im ersten Satz sehr gut und im zweiten auch noch gut gespielt“, sagte er. Den Tiebreak entschied jedoch sein sechs Jahre jüngerer Kontrahent für sich.

Der Satzausgleich sollte eine Vorentscheidung sein, denn im dritten Durchgang verlor Torebko deutlich mehr Ballwechsel nach seinem zweiten Aufschlag als zuvor. Lokoli schaffte ein frühes Break zum 3:1, baute seinen Vorsprung aus und verwandelte nach 2:19 Stunden um kurz nach 22 Uhr (Ortszeit) seinen ersten Matchball. „Es war ein harter Kampf, aber er hat zum Schluss verdient gewonnen“, meinte Torebko. „Ich bin natürlich traurig.“

Der aus der Jugend des SuS Nord stammende Weseler wurde in Australien von Malte Masuth begleitet, der einst für den BV Wesel RW Badminton spielte. Torebko bleiben nach den Tagen in Down Under acht Weltranglistenpunkte, umgerechnet rund 5500 Euro Preisgeld und Schnappschüsse mit zwei Legenden. Torebko traf auf der Anlage im Melbourne Park den 17-maligen Grand-Slam-Sieger Roger Federer und Boris Becker, der aktuell den Weltranglistenersten Novak Djokovic trainiert. Die Beweisfotos präsentiert Peter Torebko auf seiner Facebook-Seite.