Nölscher: „Das ist eine Kopfsache“
14.02.2012 | 15:49 Uhr 2012-02-14T15:49:00+0100
Schermbeck.Es ist eine Situation, mit der nach einem Start mit 8:2 Punkten wohl niemand gerechnet hatte. War das Remis beim Tabellenzweiten in Kaldenkirchen in diesem Jahr noch aller Ehren wert, so hätte es den SV Schermbeck anschließend in 2012 nicht nur wegen der fehlenden Heizung in der Halle an der Erler Straße kälter kaum erwischen können.
Drei Heimniederlagen und ein verspielter Fünf-Tore-Vorsprung in Durchgang zwei beim Remis in Moers haben dafür gesorgt, dass die Rot-Weißen erstmals in dieser Spielzeit auf Rang zehn nur noch zwei Zähler von den Abstiegsrängen entfernt sind.
„Wir brauchen jetzt dringend wieder ein Erfolgserlebnis, also Punkte“, erklärt Coach Michael Nölscher. „Die letzten beiden Heimniederlagen und auch der verpasste Sieg in Moers waren bitter. Aber im Gegensatz zu dem Spiel gegen Lürrip stimmten ja die Leistungen wieder.“
Die verspielten Vorsprünge zuletzt will der 32-Jährige nicht als konditionelles Problem gewertet wissen, zumal der SVS mit 403 Gegentoren immer noch die drittbeste Abwehr, mit nur 400 Treffern allerdings auch den schwächsten Angriff der Liga stellt. „Die drei Monate Training vor Weihnachten waren durch die veränderten Hallenzeiten sicherlich nicht optimal für uns. Aber daran liegt es nicht, dass wir zum Beispiel das Spiel in Moers nicht gewinnen. Uns fehlt die Konstanz. Das ist eine Kopfsache, die wir am schnellsten mit einem Sieg wieder los werden.“
Die sportlichen, teilweise durch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase unterstützten Rückschläge haben die Stimmung beim SVS nach Einschätzung des jungen Trainers aber nicht negativ beeinflusst: „Nein, die Stimmung ist immer noch gut bei uns. Man kann ja auch auch sagen, dass wir von unserem Saisonziel Platz fünf weiterhin nur drei Punkte entfernt sind“, so Nölscher. „Aber es wäre momentan natürlich vermessen, in diese Richtung dieser sehr ausgeglichenen Liga zu gucken. Wir müssen jetzt ganz klar die Mannschaften unter uns im Blick haben.“
Ein Wochenende Pause haben die Rot-Weißen nun, um den Kopf wieder frei für die nächste hohe Hürde am 25. Februar bei der HSG Mülheim zu bekommen. Anschließend warten acht Heimspiele in Serie auf die Schermbecker - dann immerhin in einer nun langsam warm werdenden Halle an der Erler Straße.
Doch zuvor möchte auch der aus Baden-Württemberg stammende „Alemanne“ Michael Nölscher noch ein wenig Karneval, beziehungsweise Fasching feiern.
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