Niki Lauda fordert Top-Auto für Nico Hülkenberg

Am Niederrhein..  Die letzten Auftritte von Nico Hülkenberg – der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans und auch der sechste Platz beim Formel 1-Grand Prix von Österreich haben auch bei Niki Lauda Eindruck hinterlassen. „Der Typ ist richtig gut. Das weiß ich schon seit längerer Zeit. Natürlich hätte er ein Topauto verdient, keine Diskussion. Er muss es kriegen“, forderte Mercedes-F1-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda bei RTL. So wird derzeit allgemein spekuliert, dass vielleicht Ferrari noch einmal eine Option für den Emmericher sein könnte. „Ich weiß nicht, was mit Kimi Räikkönen passiert. Vielleicht wird dann ein Platz frei“, spekuliert auch Lauda. „Es gibt aber ein Gewirr von Fahrern, die jetzt mal das Glück haben müssten, ein gutes Auto zu bekommen, Nico Hülkenberg gehört dazu“, so Lauda weiter.

Und auf rtl.de unterstreicht Experte Christian Danner: „Nico Hülkenberg ist meiner Ansicht nach einer der Fahrer in der zweiten Reihe, die wirklich schon längst ein Top-Cockpit verdient haben. Er fährt immer gut und immer am Limit. Er hat nie Durchhänger. Es kommt nicht vor, dass er mal einen Sonnentag und mal einen Regentag hat. Er ist immer so gut, wie es eben geht.“

Nach einem wenig verheißungsvollen Start in die aktuelle Formel 1-Saison lief es für Hülkenberg und Force India auch in der Königsklasse zuletzt trotz eines limitierten Autos merklich besser. „Mit Platz 5 in der Konstrukteurs-WM konnten wir nach den ersten beiden Rennen nicht rechnen. Aber die letzten paar Rennen haben wir auch regelmäßig gepunktet. Wir haben uns verbessert und gelernt, mit dem Auto besser klarzukommen“, zieht der 27-Jährige ein durchaus positives Fazit der bisherigen acht Rennen. „Wir sind sicherlich nicht da, wo wir sein wollten, aber unter den Umständen ist es gut.“

Beim nächsten Rennen in Silverstone wird Force India auch endlich den neuen Wagen präsentieren. Einen ersten Eindruck gab es jetzt bei den Testfahrten in Spielberg. Besonders auffällig ist die neue Nase. Anders als die Stummel- oder Surfboard-Varianten der Konkurrenz haben sich die Force-India Techniker für eine Lösung mit zwei auffälligen Löchern in der Frontpartie entschieden.

Die Daten des neuen VJM 08 aus dem Windkanal und den Simulationen versprechen durchaus einen Schritt nach vorne beim britisch-indischen Rennstall. „Man muss aber erstmal abwarten, was von dem Fortschritt wirklich auf der Strecke ankommt“, ist Hülkenberg noch eher verhalten optimistisch.

Das Ziel des Teams ist es, mehr Downforce zu generieren - bisher die große Schwachstelle des VJM08. Beim Großen Preis von Belgien soll es dann noch eine weitere signifikante Neuerung geben: einen Frontflügel im Red Bull-Design.