Neuer Coach Aydin fordert „Spaß und Vollgas“ in Uedem

Versucht trotz seiner Meniskusprobleme auch wieder zu trainieren: Sebastian Weinkath.
Versucht trotz seiner Meniskusprobleme auch wieder zu trainieren: Sebastian Weinkath.
Was wir bereits wissen
Die Ära Aycin Özbek ist beim PSV Lackhausen II beendet. Unter Neu-Trainer Polat Adin reist der Fußball-Bezirksligist zum Uedemer SV.

Wesel..  Sein Debüt als Coach des PSV Lackhausen II (12./32) feiert Polat Aydin am Sonntag beim Uedemer SV (15./28). Der A-Jugend-Trainer der Grünen hatte unter der Woche das Amt von Aycin Özbek übernommen, der fast fünf Jahren im Amt war. „Es war eine sehr emotionale Verabschiedung, die ich richtig gut fand und die auch mich mitgenommen hat. Die Jungs standen alle voll hinter dem Aycin“, erzählt Polat Aydin. „Aber sie müssen auch verstehen, dass er mit diesem Schritt nur das Beste für die Mannschaft und den Verein wollte.“

Der neue Coach setzt auf frischen Wind, zieht mit Enrico Floris, Berkay Kürekci, Sebastian Görg, Marius Laub, Jonas Ventz und Lukas Gutenberger gleich sechs A-Jugendliche für die letzten Partien in die zweite Mannschaft hoch. Nicht mehr dabei sind die Co-Trainer Philip Jennen und Nuri Talay. „Sie hatten Verständnis dafür, dass ich das alleine machen wollte. Auch auf der Bank soll frischer Wind rein“, erläutert Polat Aydin.

Der neue Mann setzt im Abstiegskampf auf Lockerheit, aber auch Fitness. So soll Abwehrspieler Sebastian Weinkath trotz seiner großen Meniskusprobleme, mit denen er seit Monaten auf die Zähne beißt, wieder versuchen, auch zu trainieren. „So haben wir es vereinbart. Er ist mit seiner Erfahrung ein ganz wichtiger Mann. Aber ganz ohne Training geht es nicht. Viele Leute waren in den Spielen, die ich gesehen habe, nach 60 Minuten platt.“

Daniel Bruzinski plagt sich mit Rückenproblemen, Stephan Sleziona brummt nach seinem üblen Zusammenprall mit Hamminkelns Alex Höppner noch der Schädel.

„Ansonsten ist nun genug geredet worden. Die Jungs sollen auch nicht immer auf alles hören, was im Umfeld so erzählt wird“, fordert Polat Aydin. „Sie sollen mit Spaß, aber auch Vollgas Fußball spielen. Gut genug, um in Uedem gewinnen zu können, sind sie.“