Neue Lust statt Frust pur
05.03.2010 | 20:10 Uhr 2010-03-05T20:10:00+0100Schermbeck.Es hat sich so einiges grundlegend geändert. „Der Frust hat schon tief gesessen“, gesteht Martin Stroetzel. Und am Sonntag (15 Uhr) steht eine Partie auf dem Programm, die in der Hinrunde den Stachel der Enttäuschung tief in das Fleisch der NRW-Liga-Kicker des SV Schermbeck und der Verantwortlichen gegraben hat.
Im Derby gegen den VfB Hüls hatte es auf eigener Anlage eine 0:3-Schlappe gehagelt. Doch mittlerweile haben sich die Vorzeichen umgekehrt: Der SVS schwimmt vor dem Gastspiel und nach fünf Pflichtspiel-Siegen in Folge auf der Erfolgswelle, während er VfB Hüls seine Talfahrt in der Tabelle bisher nicht wirklich stoppen konnte.
Deshalb die Favoritenrolle zu übernehmen, das kommt dem SVS-Coach nicht in den Sinn. „Es geht nur über den Kampf. Dabei wird entscheidend sein, ob wir zu einer guten Tagesform auflaufen“, meint der 44-Jährige. Außerdem ist nach der ersten von noch etlichen englischen Wochen auch der Kräfteverschleiß nicht unbedeutend. „Wir müssen mit den Kräften haushalten“, verdeutlicht Stroetzel. Denn nach dem 2:1-Pokalerfolg beim Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel am Dienstag „waren die Spieler schon recht platt“.
Deshalb geht es im Training derzeit eher mit angezogener Handbremse zu. „Die Abläufe sind die gleichen geblieben, nur sind wir jetzt erfolgreicher“, erklärt Stroetzel. Er verweist dabei auf seine Überzeugung, die er schon in der Hinrunde geäußert hatte: „Wenn alle Spieler dabei sind, werden wir wieder punkten!“
Besonders wichtig war die Rückkehr von Seyit Ersoy und Mykola Makarchuk nach ihren langwierigen Verletzungen. Doch auch Akteure wie Stefan Zepanski „sind gegenüber der Hinserie nicht mehr wiederzuerkennen“, so der Coach. Der „Lange“ ist und bleibt dabei „meine Geheimwaffe“. In Wanne-Eickel lief er in der eher ungewohnten Position der zweiten Spitze auf – und traf direkt doppelt.
Vor der wichtigen Partie in Hüls, mit einem Sieg würde der SVS mit den Gastgebern nach Punkten gleichziehen, bereitet Benedikt Jansen Sorgen. Der Youngster musste mit Knie-Problemen das Training abbrechen. „Ich hoffe, es ist nur eine Überlastung. Dann ist er morgen dabei“, so Stroetzel.
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