Nach Geistenbeck warten die Top-Teams auf die HSG Wesel

Daniel Weber (l.), Jonathan Reinartz und die HSG Wesel wollen zu Hause gegen den TV Geistenbeck an ihre starke zweite Hälfte in Mülheim anknüpfen.
Daniel Weber (l.), Jonathan Reinartz und die HSG Wesel wollen zu Hause gegen den TV Geistenbeck an ihre starke zweite Hälfte in Mülheim anknüpfen.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Zum Duell der Aufsteiger erwarten die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel am Samstag den TV Geistenbeck. Danach geht es gegen die Top-Teams.

Wesel..  Zum Rückspiel im Duell der Aufsteiger in der Handball-Verbandsliga empfängt die HSG Wesel (5. Platz/14:14 Punkte) am Samstag den TV Geistenbeck (11./11:17). Anwurf ist um 18.30 Uhr in der Halle Nord, in der die HSG in dieser Spielzeit noch unbesiegt ist.

Nach der 27:31-Niederlage im Hinspiel möchte der Weseler Coach Sven Esser nicht von „offenen Rechnungen“ sprechen. „Es geht um zwei Punkte, die wir gerne hier behalten würden, bevor es mit Oppum, Lank und Homberg gegen die Top-3 der Liga geht. Mit dann hoffentlich 16 Pluspunkten könnten wir in diesen Spielen sicherlich noch befreiter aufspielen.“

Die Spielzeiten der beiden Neulinge haben bislang völlig verschiedene Verläufe genommen. Die Geistenbecker unterlagen zum Start dem aktuellen Primus aus Homberg nur knapp, um anschließend mit 9:1-Punkten weiter für Erstaunen bei der Konkurrenz zu sorgen. Doch es folgte mit sieben Niederlagen in Serie der Absturz, der erst am vergangenen Spieltag gegen das punktlose Schlusslicht aus Dülken gestoppt werden konnte.

„Ich denke, dass einige unserer Spieler mit der HSG vor zwei Jahren etwas ähnliches erlebt haben“, findet Esser die Talfahrt der Geistenbecker für einen Neuling nicht so ungewöhnlich. „Die Trainer studieren dein System und stellen ihre Mannschaften besser auf dich ein.“ Dann sei irgendwann auch die Aufstiegseuphorie verflogen.

Im Hinspiel überzeugten die Linksrheiner besonders durch ihr hohes Tempo. „Geistenbeck hat eine junge Mannschaft mit einem sehr starken Halblinken, den wir im Hinspiel fast gar nicht in den Griff bekommen haben“, erläutert Esser. Seine Devise ist es, vorne die Ruhe zu bewahren und die Angriffe nicht überhastet abzuschließen. Das Team habe gezeigt, dass es das kann. „Auch wenn das Spiel sicherlich ein ganz anderes wird, müssen wir in der Defensive versuchen, an die starke zweite Halbzeit in Mülheim anzuknüpfen“ so Esser.

Beim Tabellenvierten holten die Hansestädter am vergangenen Samstag trotz eines 7:15-Rückstandes zur Pause mit 22:22 noch einen Zähler. Es war nicht das erste Mal, dass die HSG einem so großen Rückstand hinterherlaufen musste. Zu Punkten hat es nicht immer gereicht, aber es wurde immer noch sehr knapp. Trotzdem sind diese Spielverläufe sicherlich nicht das Konzept der Rot-Weißen.

„Natürlich nicht. Aber das Positive ist, dass wir Rückschläge innerhalb eines Spiels, sicherlich auch durch die Erfahrung in der Mannschaft, gut wegstecken. Uns darf man nie abschreiben, die Einstellung ist sehr gut“, sagt Esser. Allerdings stören ihn die immer noch gewaltigen Auszeiten. Dies sei schwer zu verbessern, „denn in meinen Augen gibt es für diese Phasen keinen guten Grund“, meint Esser.

Am Dienstag im Kreispokal beim TSV Bocholt

Der Weseler Coach hofft, dass seine Schützlinge das Tempospiel der Gäste diesmal über 60 Minuten unterbinden können. Die Geistenbecker dürften nämlich alles versuchen, um den mittlerweile drohenden Fall auf den vorletzten Rang abzuwenden. „Wenn wir nicht gut in die Rückwärtsbewegung kommen, machen wir es dem Gegner zu einfach. Aber wenn wir unsere Vorgaben beherzigen, bin ich optimistisch, dass wir am Samstag gewinnen“, so Esser. „Nur eines muss jedem klar sein: Ein Selbstläufer wird das trotz deren sieben Niederlagen in Serie für uns nicht. Davon gibt es in dieser Liga keine!“

Personell müssen die Weseler neben Heiko Kreilkamp auch auf Pascal Prchala verzichten. Der wäre nach seiner Ellenbogenblessur wie zuletzt in Mülheim gesehen zwar wieder einsatzbereit, ist aber privat verhindert. Deshalb rückt für den Rückraum der junge Matthias Kalus aus der Kreisliga-Reserve in den Verbandsliga-Kader auf.