Moonlightlauf nähert sich der Schallgrenze

Stimmungsvoll und von Fackeln beleuchtet geht es Richtung Ziel: Am kommenden Freitag findet zum achten Mal der Moonlightlauf entlang des Auesees statt. Um 21.15 Uhr erfolgt im Auestadion der Startschuss, dabei ist erneut mit einem Teilnehmer-Rekord zu rechnen.
Stimmungsvoll und von Fackeln beleuchtet geht es Richtung Ziel: Am kommenden Freitag findet zum achten Mal der Moonlightlauf entlang des Auesees statt. Um 21.15 Uhr erfolgt im Auestadion der Startschuss, dabei ist erneut mit einem Teilnehmer-Rekord zu rechnen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zur Premiere kamen 77 Starter, am Freitag könnte bei der achten Auflage des Moonlightlaufs die vom Veranstalter gesetzte Schallgrenze von 500 Startern überschritten werden.

Wesel..  Ein Samstag im Wintermonat Februar des Jahres 2008: Gerade mal 77 Sportler machen sich auf den Weg entlang der neuerdings beleuchteten Laufstrecke des Auesees. Eine neue Veranstaltung ist damit aus der Taufe gehoben, der Moonlightlauf feiert Premiere. Die Lauffreunde Hadi Wesel haben diesen Wettbewerb ins Leben gerufen, um die finanziellen Kosten für den Unterhalt dieser Strecke decken zu können. Darum geht es den Organisatoren – schnell sind auch die Zeitnehmer von TAF-Timing dazugestoßen – immer noch, auch bei der achten Auflage. Doch dieser Lauf hat eine Eigendynamik entwickelt, die ihn ohne großartige Werbung mittlerweile zum Anziehungspunkt vieler Sportler macht. Am Freitag ab 21.15 Uhr startet er erneut im Auestadion und findet nach sieben Kilometern seinen stimmungsvollen Zieleinlauf durch eine Fackelgasse.

„Abendläufe erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Aktiven, aber mit einer derartigen Entwicklung haben wir nicht gerechnet“, sagt Dieter Kloß. Aus den 77 Unentwegten bei der Premiere sind im letzten Jahr bereits stolze 478 Starter geworden. Trotz des eher ungünstigen Termins mit dem verlängerten Pfingstwochenende – der Moonlightlauf findet ab der zweiten Auflage aber traditionell immer am vierten Freitag im Monat Mai statt – rechnet der Vorsitzende von Hadi Wesel mit einer Steigerung, einem neuen Teilnehmer-Rekord. Gut 370 Voranmeldungen sind bis Dienstag eingegangen, rund 20 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Und da gab es noch einmal rund 100 Kurzentschlossene, die sich bis 30 Minuten vor dem Start zum Rennen über die sieben Kilometer lange Strecke entschlossen hatten.

Die vom Veranstalter häufig als Schallgrenze genannten 500 Aktiven sind also alles andere als utopisch. „Wir werden am Freitag natürlich niemanden abweisen“, versichert Dieter Kloß. Allerdings müsse man dann neue Überlegungen anstrengen. Denn dieser Lauf soll seinen besonderen Flair, seine Atmosphäre auch in Zukunft behalten. 500 Starter seien eine Marke, da „müssen wir noch mal nachdenken. Vielleicht werden wir dann künftig bei 500 Athleten einen Schlussstrich ziehen“, so Kloß.

Erstmals mit einer Mannschaftswertung

Doch am Freitagabend kann sich noch jeder Interessent von der Einzigartigkeit der Veranstaltung überzeugen. Vor allem der von Fackeln erleuchtete Zieleinlauf hat es in sich, beim anschließenden Zusammensein bei flüssiger und fester Verpflegung spielt ein Gitarrist auf.

Wie bei fast jeder Laufveranstaltung wollen die Veranstalter auch diesmal wieder für einen guten Zweck sammeln. Deshalb bitten sie die Athleten darum, auf die Rückgabe des Pfandgeldes von zwei Euro für die Startnummern zu verzichten. Das so eingenommene Geld wird für ein soziales Projekt in Wesel gespendet. „Ostapje“ – der Begriff stammt aus dem Niederländischen und bedeutet „Schritt für Schritt“. Und eben Schritt für Schritt erhalten Eltern und Alleinerziehende praktische Unterstützung in der Erziehung und Förderung ihrer Kinder ab einem Alter von 18 Monaten.