Mirko Urban findet zu alter Stärke, aber hinten wird es eng

Mirko Urban (links) hat sich einen Stammplatz im Dress des SV Schermbeck erkämpft. Auch in Bielefeld ist der Routinier von Anfang an dabei.
Mirko Urban (links) hat sich einen Stammplatz im Dress des SV Schermbeck erkämpft. Auch in Bielefeld ist der Routinier von Anfang an dabei.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Über die wieder gewonnene Stärke des Mirko Urban freut sich Christoph Schlebach. Dafür bereitet dem Trainer des Westfalenligisten vor dem Gastspiel in Bielefeld die Abwehr Sorgen.

Schermbeck..  Er war lange Zeit außen vor. Entweder angeschlagen oder oft aus beruflichen Gründen kaum beim Training, musste sich Mirko Urban mit einer Rolle auf der Bank oder sogar außerhalb des Kaders begnügen. Gegen den VfL Theesen (2:1) zählte der Routinier vergangenen Sonntag erstmals in dieser Saison zur ersten Elf des Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck. Und den Stammplatz hat der 34-Jährige nun vorerst sicher. Auch am morgigen Sonntag (15 Uhr), wenn der Tabellenzweite beim VfB Fichte Bielefeld gastiert.

„Er hat seine Sache auf der rechten Seite richtig gut gemacht“, lobt SVS-Trainer Christoph Schlebach. Nun gelte es für Urban, diese Leistung zu bestätigen. Gegen Theesen musste er zwar nach 55 Minuten runter, allerdings nur, da er angeschlagen war. Mittlerweile ist Mirko Urban wieder fit und zählt zur ersten Elf. Doch eben diese Stammformation bereitet dem Schermbecker Übungsleiter einiges an Kopfzerbrechen. Denn die Abwehrspieler drohen ihm wegzubrechen.

Kevin Ewald laboriert weiterhin an seinem Kapselriss im Zeh. Der noch immer bestehende Bluterguss ließ auch kein Lauftraining zu. Max Bönighausen ist erkrankt, muss deshalb Antibiotika nehmen und fällt definitiv aus. Bei Evans Ankomah-Kissi (Oberschenkel-Verhärtung) besteht noch ein wenig Hoffnung. „Aber wir werden auf keinen Fall ein Risiko eingehen“, sagt Schlebach. Klar ist, dass Benedikt Helling für Bönighausen die linke Abwehrseite besetzt. „Ansonsten wird es richtig schwierig. Ich habe noch keine Idee, wie ich das mache“, räumt der SVS-Coach unumwunden ein.

Dabei fällt der Tabellensiebte aus Bielefeld wahrlich nicht in die Rubrik „Laufkundschaft“. Die Ostwestfalen haben wie auch der SVS vier der fünf Ruckrundenspiele gewonnen und ebenfalls nur gegen den Spitzenreiter aus Paderborn verloren (0:1). „Um in Bielefeld zu bestehen, benötigen wir eine Leistung wie gegen Theesen“, so Schlebach. Mit ein Grund für die starke Vorstellung war die Flexibilität im Angriff. Für Torjäger Tim Dosedal (Schultereckgelenksprengung) rückten abwechselnd Jannis Scheuch oder Marek Klimczok in die Spitze. „Damit kam Theesen nicht zurecht“, so Schlebach. Dies erhofft er sich auch für Bielefeld.