Lobeshymnen für die Jagdfalken

Hamminkeln..  Aimee Esser rückte mit der einen Hand den Reiterhelm zurecht. Mit der anderen hielt die Amazone des Reitvereins St. Hubertus Obrighoven die Zügel ihres Ponys fest im Griff. Bei der Siegerehrung lächelte das 13-jährige Talent gestern artig in die Kameras und Smartphones, die zahlreich auf sie gerichtet waren. Esser hatte zuvor beim Oster-Ponyturnier des RV Jagdfalke Brünen die erste Qualifikation des Nachbarschulte-Cups gewonnen.

Sie war mit ihrem Pferd Carlson angetreten, mit dem Esser nur gelegentlich seit rund einem Jahr auf Turnieren unterwegs ist. Bei dem beliebten Nachwuchswettbewerb, der aus einer Dressur- und Springprüfung besteht, erreichte das Paar jeweils die Wertnote 7,4 – ein sehr gutes Ergebnis. „Carlson hat alles so umgesetzt, wie ich mir das gewünscht hatte. Es war ein toller Tag“, freute sich Esser.

Ralf Brücker hatte sich in der Zwischenzeit ein Fahrrad organisiert. Der Vorsitzende des RFV Brünen pendelte ab der Mittagszeit zwischen der Meldestelle und der Reithalle, in der über sechs Stunden lang die Pony-Dressurprüfung der Klasse L** stattgefunden hatte. Er versorgte die Richter mit den neuesten Ergebnissen. Mit 55 Meldungen war die Prüfung, die das FEI-Siegel trug und international auf Wettbewerben geritten wird, so gut besetzt wie nie zuvor. „Es hat sich wohl herumgesprochen, dass unsere Anlage immer beste Bedingungen bietet“, so Brücker.

Der Ausrichter hatte im Vorfeld wieder viel dafür getan, dass sich die Wettkampfstätte in einem hervorragenden Zustand befindet. Ein Brüner Trio hatte seit Anfang des Jahres dafür gesorgt, dass das Dressurviereck pünktlich zum Oster-Ponyturnier in neuem Glanz erstrahle. Klaus Beine, Reitlehrer der Jagdfalken, Roland Wefelnberg, stellvertretender Vorsitzender des Klubs und Stephan Kamper schütteten neuen Boden auf und erbauten eine ansehnliche Holzumfassung um das Viereck. „Die Sanierung war dringend nötig. Der Platz war in die Jahre gekommen und mittlerweile marode“, sagte Beine.

Das kam nicht nur bei den Dressurreitern gut an. „Wir haben viel Lob von den Wertungsrichtern bekommen“, sagte Barbara Fritzen, Pressewartin des Klubs. Sie lobte den Einsatz des Brüner Trios, das häufig nach Feierabend am Viereck werkelte. Zudem verzögerte der Dauerregen der letzten Wochen die Fertigstellung. „Sie haben Nachtschichten einlegen müssen. Doch im Endspurt wurde alles rechtzeitig fertig“, sagte sie.

Insgesamt war der Verein mit der Resonanz zufrieden. Etwas mehr als 500 Meldungen waren bei den Jagdfalken eingegangen, am Turniertag selber sagten auch nur wenige Reiter ihren Start kurzfristig ab. Tagsüber war die Anlage auch mit Zuschauern gut gefüllt. Klubchef Ralf Brücker zog unterm Strich zufrieden Bilanz. „Es war am frühen Morgen zwar noch bitterkalt. Doch es hat nicht geregnet und es waren wieder viele Leute auf der Anlage, die sonst eher selten hier sind“, sagte er.