Lindemann findet SVB-Auftritt in Spellen peinlich

Sebastian Buhners (l.) und der SV Bislich entführten einen glücklichen Zähler beim Aufsteiger in Spellen.
Sebastian Buhners (l.) und der SV Bislich entführten einen glücklichen Zähler beim Aufsteiger in Spellen.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi

Wesel..  Mit dem anvisierten Zähler kehrten die Bezirksliga-Fußballer des SV Bislich von ihrem Nachholspiel beim SV Spellen zurück. Die Schwarz-Weißen spielten bei dem akut abstiegsbedrohten Aufsteiger 1:1 (0:0) und hielten diesen damit auf Distanz. Darüber freuen konnte sich SVB-Trainer Dennis Lindemann darüber jedoch überhaupt nicht, im Gegenteil.

„Seit ich mit Fußball zu tun habe, ob als Spieler oder Trainer, war mir noch nie etwas so peinlich wie unser Auftritt hier“, schimpfte der Bislicher Coach. „Wir haben noch nicht einmal diesen einen Punkt verdient gehabt. Wir haben bis zur 85. Minute nicht einmal auf des Gegners Tor geschossen und nur Glück gehabt, dass Spellen seine großen Chanen nicht genutzt hat“, so Lindemann. „Und dann tritt diese alte Fußballweisheit schon ein, wir gehen unverdient in Führung, und schaffen es trotzdem nicht, die letzten fünf Minuten ohne Gegentor zu überstehen. Ohne Worte!“

Doch Lindemann hatte noch weitere Worte für seine Mannschaft: „Das traurige ist, dass das alles Einstellungssache ist. Das haben wir an der zweiten Halbzeit gegen Hönnepel wieder gesehen“, so der SVB-Trainer. „Aber wenn man schon hier hin kommt, vorher noch ein dickes Eis mit der Freundin isst und glaubt, man könnte bei dem schönen Wetter auch noch ein bisschen Fußball spielen, dann kommt so etwas dabei heraus. Mit solchen Leistungen holen wir bis zum Saisonende jedenfalls keine drei Punkte mehr. Das scheint dem einen oder anderen Spieler entweder nicht klar oder egal zu sein.“

Die Partie auf dem Rasen der Spellener Schweiz gestaltete sich insgesamt eher verkrampft, wobei die Platzherren wie von Lindemann bemängelt ihr Heil energischer in der Offensive suchten als die passiven Gäste.

Die große Chance, die Spellener dafür zu belohnen, hatte Torben Evers, doch sein Kopfball klatschte an den Pfosten (77.). Mit einem direkten Freistoß aus rund 35 (!) Metern ins kurze Eck schockte der Bislicher Angreifer Marc Ressel die Gastgeber und überraschte auch das eigene Lager. Doch Kuckhoff sorgte mit den 1:1 (89.) noch für die Punkteteilung.