Lena Fischer und Jan-Felix Matulat gewinnen DM-Bronze

Mit DM-Bronze im Gepäck von Gera aus direkt in die Ski-Freizeit mit den Mitschülern des Andreas-Vesalius-Gymnasiums: Lena Fischer
Mit DM-Bronze im Gepäck von Gera aus direkt in die Ski-Freizeit mit den Mitschülern des Andreas-Vesalius-Gymnasiums: Lena Fischer
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Gera war vor allem für Lena Fischer und Jan-Felix Matulat eine Reise wert: Die Weseler Badminton-Talente brachten von der DM jeweils Edelmetall mit.

Wesel..  Die stundenlange Rückfahrt in den Knochen, die Bronzemedaille im Zimmer: Jan-Felix Matulat genoss den trainingsfreien Tag nach den deutschen Schüler- und Jugend-Meisterschaften. Das Badminton-Talent des BV Wesel RW hatte in Gera zum fünften Mal Edelmetall bei nationalen Titelkämpfen gewonnen, und doch war der Erfolg ein besonderer: Mit dem dritten Platz im U 19-Doppel mit Simon Reinhardt (Spvgg. Sterkrade-Nord) stieg Matulat erstmals als Jahrgangsjüngerer auf das Podium.

„Es ist cool, zu wissen, dass ich auch als Erstjähriger so weit kommen kann“, sagt der 17-Jährige nach einer kurzen Nacht. Erst nach 23 Uhr war der NRW-Tross am Sonntag in Mülheim angekommen, wo Matulat im Badminton-Internat wohnt. Das Schlafdefizit trübt nicht seine Laune, denn „das Wichtigste ist, dass ich mein Ziel erreicht habe“, stellt er fest.

Eine Medaille hatte sich der Weseler vorgenommen, der mit Reinhardt von Setzplatz drei ins Turnier ging. Nach einem Freilos und einem souveränen Achtelfinalsieg geriet der Plan im Viertelfinale in Gefahr. „Wir haben eineinhalb Sätze nicht gut gespielt, das Match aber über den Kampf gedreht“, analysiert Matulat das 19:21, 21:17, 21:14 gegen Lukas Scherf/Simon Wang (SV Fischbach/BC Bischmisheim).

Sein Soll war also trotz des 16:21, 18:21 im Halbfinale gegen die späteren Meister Bjarne Geiss/Daniel Seifert (Wittorf/Trittau) erfüllt. Dagegen kam für Matulat im Mixed mit Madita Sickinger (BC Offenburg) nach einem Freilos das überraschende Achtelfinalaus mit 15:21, 20:22 gegen Benjamin Dierks/Brid Stepper (Neubiberg-Ottobrunn/Marktheidenfeld). „Umso wichtiger war es, im Doppel danach einen rauszuhauen“, meint er.

Die zweite BV-Bronzemedaille holte Lena Fischer im U 15-Doppel. Mit Jule Petrikowski (BC Phönix Hövelhof) gab sie sich weder in der ersten Runde noch beim 21:16, 21:17 gegen Michelle Beecken/Kaja Zabinski (SG Pennigsehl/Liebenau) im Viertelfinale eine Blöße. Die doppelte westdeutsche Meisterin hatte anschließend sogar den Finaleinzug vor Augen. „Das Halbfinale war dramatisch. Beide Doppel hätten den Sieg verdient gehabt“, sagt Vater Axel Fischer nach dem 16:21, 21:17, 23:25 gegen die topgesetzten Maria Kuse/Emma Moszczynski (Staßfurt/Horner TV).

Die 14-Jährige, die aus Gera direkt in die Ski-Freizeit zu ihren AVG-Mitschülern nach Aschau fuhr, durfte mit der DM sehr zufrieden sein, obwohl es in den beiden anderen Disziplinen nicht ganz wie gewünscht lief. Im Mixed mit Chenyang Jiang (TV Refrath) schied Fischer im Viertelfinale aus, im Einzel war im Achtelfinale Schluss.

Weniger glücklich zeigte sich Annalena Diks nach dem Wochenende, das sie als „durchwachsen“ bezeichnete. An der Seite von Miranda Wilson (SG Schorndorf) erreichte die Jahrgangsjüngere im U 17-Doppel das Viertelfinale, während es für sie im Einzel ins Achtelfinale ging. Mit Mats Druckrey (STC BW Solingen) unterlag sie im Mixed zudem zum Auftakt. „Im Einzel und Doppel wäre mehr drin gewesen, aber ich kann die Zeit ja nicht zurückdrehen“, sagt die erfolgsverwöhnte 15-Jährige, die sich auch in der Niederlage reif zeigt: „Ich muss die Ergebnisse mit Fassung tragen und weiterarbeiten.“

Noch der Altersklasse U 13 zugehörig, durfte die rot-weiße Nachwuchshoffnung Aaron Sonnenschein im U 15-Turnier Erfahrungen sammeln. Im Einzel und Doppel mit Matthias Kicklitz (Horner TV) schied er jeweils knapp in drei Sätzen in der ersten Runde aus.