Konrad-Duden-Staffeln feiern einen Doppelsieg

Weniger um das kaum zu erreichende Ziel, die 800 Meter-Zeit von Willi Wülbeck zu unterbieten, als vielmehr um die Bewegung und das gemeinschaftliche Erlebnis, geht es beim Schulstaffellauf. Über die Siegprämien in Höhe von 100, 75 und 50 Euro freut sich die Klassenkasse natürlich trotzdem.
Weniger um das kaum zu erreichende Ziel, die 800 Meter-Zeit von Willi Wülbeck zu unterbieten, als vielmehr um die Bewegung und das gemeinschaftliche Erlebnis, geht es beim Schulstaffellauf. Über die Siegprämien in Höhe von 100, 75 und 50 Euro freut sich die Klassenkasse natürlich trotzdem.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Zeit von Willi Wülbeck blieb unangetastet: Beim Schulstaffellauf in Wesel siegten das Konrad-Duden-Gymnasium und die Konrad-Duden-Grundschule.

Wesel..  Um es vorweg zu nehmen: Einmal mehr hat es in der Hansestadt wenig überraschend kein Team geschafft, die 1:43,65 Minuten zu unterbieten. Die Zeit, mit der Willi Wülbeck 1983 in Helsinki über die 800 Meter sensationell Weltmeister wurde und die immer noch als deutscher Rekord allen nationalen Angriffen standhält, ist für die Kinder beim RWE-Schulstaffellauf selbst als 8 x 100 Meter-Staffel kaum zu knacken.

Den Sieg bei den weiterführenden Schulen (bis maximal Jahrgang 2001) sicherte sich das Konrad-Duden-Gymnasium in 1:49,65 Minuten. Es liefen Gian-Luca Amerkamp, Miriam Maronna, Jannis Heidenreich, Julienne Ridder, Finn Thrien, Sven Fahlke, Nick Seidel und Helen Gur. Bei den Grundschulen hatte ebenfalls die Konrad-Duden-Staffel (2:15,40) die Nase vorne. Dabei waren Tim Rothkopf, Jan Gesthuysen, Jonas Harms, Nils Meyer, Jan Brücker, Benedikt Kress, Phil Sons und Felix Schlusemann. Beide Staffeln vertreten Wesel beim Finale am 24. Juni in Iserlohn.

Ein Dutzend Grundschul-Staffeln am Start

Zum neunten Mal gastierte der Konzern mit seinem prominenten Aushängeschild in Sachen Laufsport in der Hansestadt. „Wir haben 2007 mit vier Städten angefangen. Mittlerweile entwickelt sich das ganze zu einer Traditionsveranstaltung“, sagt Wülbeck. In diesem Jahr sind es 19 Städte in Nordrhein-Westfalen und neuerdings auch drei in Rheinland-Pfalz. „In Wesel haben wir heute mit 18 Staffeln die höchste Beteiligung hier bislang. Den Rekord an Teilnehmern hält Königswinter mit 53 Staffeln“, erläutert Wülbeck. Großen Anteil am Andrang im Auestadion hatte die Grundschule in Büderich, die gleich sechs Mannschaften an den Start schickte. Dass die Kinder zu Wülbecks aktiver Zeit noch gar nicht geboren waren, hinderte sie nicht daran, sich fleißig Autogramme auf die gesponserten T-Shirts schreiben zu lassen.

Kein Problem hat der Altmeister damit, darüber zu sprechen, dass sein Rekord 2013 dann doch einmal unterboten wurde. Bei der Städtischen Realschule Bad Berleburg stoppte die von Wülbeck gehaltene Uhr nach 1:43,00 Minuten. „Es war eine gemischte Staffel aus Fußballern und Leichtathleten, die sich extrem gut darauf vorbereitet hatte. Denn am Ende sind es ja die Wechsel, bei denen die meiste Zeit verloren geht“, sagt Willi Wülbeck. Dabei gehe es nicht in erster Linie um den Rekord, sondern darum, dass die Kinder sich bewegen und Spaß haben. „Und das ist, wie man hier wieder sieht, der Fall.“