Klubchef Brilo schwärmt von der Aufstiegsmannschaft

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Schermbeck..  „Geil“ war der erste Kommentar von Johannes Brilo. Der Vorsitzende des SV Schermbeck freute sich mit den Fußballern und den rund 500 mitgereisten Anhängern der Rot-Weißen über den dritten Aufstieg der Vereinsgeschichte in die Oberliga Westfalen. Nach zwei Jahren in der Verbandsliga heißen die Gegner künftig wieder SV Lippstadt, Spvgg. Erkenschwick oder Hammer Spielvereinigung.

„Ich würde mir wünschen, dass künftig auch zu den Ligaspielen wieder mehr Zuschauer kommen“, so Brilo. „Diese Mannschaft hat es sich mit ihrem attraktiven Spielstil einfach verdient. Es muss nicht immer nur Bundesliga sein. Hier sieht man, wo der Fußball herkommt und wie viel Spaß er machen kann.“ Auch Trainer Christoph Schlebach wurde mit einem Sonderlob von Brilo bedacht. „Die offensive Spielweise ist seine Handschrift, er leistet handwerklich hervorragende Arbeit.“ Mit einem Schmunzeln nahmen die Verantwortlichen zur Kenntnis, dass die Mannschaft es ihrem Coach mit „Schlebach raus“-Rufen dankte. Fußballer-Humor.

Westfalia-Trainer Marko Schott zeigte sich als fairer Verlierer: „Schermbeck war eine Klasse besser und hätte noch höher gewinnen können.“

Gut Lachen hatte der Gastgeber im Stadion Hohenhorst. Der FC Recklinghausen selbst spielt in der Meisterschaft vor deutlich kleineren Kulissen. Aber bei der Organisation rund um dieses Relegationsevent bewies der A-Ligist, für größere Aufgaben gerüstet zu sein.

„Wir hatten schnell die 30 Helfer zusammen“, erläuterte deren Interimstrainer Jürgen Riesebeck. Die erste Mannschaft der Hausherren stellte auch einen Großteil der Ordner. Für den Verein war die Angelegenheit ein lohnendes Unterfangen, Getränke und Imbissbuden waren gut besucht.

Unter den Besuchern war neben den Ex-SVS-Kickern Yakub Köse und Oliver Dirr auch ein aktueller Weltmeister. Kevin Großkreutz machte einmal mehr deutlich, dass er sich an der Basis seines Sports weiterhin sehr wohl fühlt. Der Profi der Dortmunder Borussia saß mit Kollegen auf der Tribüne im Stadionhorst. Die Zeit hat er dafür, weil der Bundesligist erst in einer Woche in die Vorbereitung einsteigt. Weniger begeistert war Großkreutz, wenn sich ein Fotograf näherte. Für diesen Fall hielt sich der Allrounder einen Luftballon vor das Gesicht.