Kein „Spökes“ am letzten Spieltag

Wolfgang Schanzmann (l.) hat als Interimscoach mit dem Aufsteiger SV Brünen die Kreisliga A gehalten und trainiert künftig die Brüner A-Jugend.
Wolfgang Schanzmann (l.) hat als Interimscoach mit dem Aufsteiger SV Brünen die Kreisliga A gehalten und trainiert künftig die Brüner A-Jugend.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma

Hamminkeln..  Zuletzt mussten sie spielfrei zuschauen und durften anschließend dennoch jubeln: Nach den Niederlagen der Konkurrenten aus Barlo und Anholt kann der SV Brünen (12. Platz/34 Punkte) vor dem Saisonfinale am kommenden Sonntag in der Fußball-Kreisliga A nicht mehr absteigen. Zum Abschluss gastiert der „Neuling“, der er nächste Saison im Kreis-Oberhaus dann nicht mehr sein wird, bei der Bocholter Borussia (10./37).

„Mission erfüllt“ sagt Wolfgang Schanzmann, der vor fünf Wochen das Traineramt für den zurückgetretenen Steffen Herden übernommen hatte. „Die Zeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Jungs haben mich sogar gefragt, ob ich nicht auch noch mit nach Mallorca fahren möchte, aber das klappt beruflich leider nicht.“ Schanzmann wird in der kommenden Saison die A-Jugend des SVB trainieren. „Darauf freue ich mich auch sehr, denn wir ernten hier so langsam wieder der Früchte unserer guten Jugendarbeit.“ In Bocholt werden zwar Routiniers wie Peter Stenk und Bernd Knüfer oder der zurück zu GW Flüren wechselnde Antranik Kodak zum Karriereende, bzw. Abschied ihre Einsatzzeiten bekommen, „Spökes“ wird es aber nicht geben. „Ich bin nicht so der Freund davon, in einem Meisterschaftsspiel plötzlich den Torwart im Sturm aufzustellen“, sagt Schanzmann, auf den nach der Partie mit seinem Team in Brünen noch die Saisonabschlussfeier wartet.

GW Lankern (4./64) - BW Bienen (6./54): Nach der verpassten Möglichkeit, in die Bezirksliga zurück zu kehren, ist man bei den Grün-Weißen enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört. „Wir haben eine gute Saison gespielt und uns nichts vorzuwerfen. Der Aufstieg wäre wieder eine tolle Sache gewesen, war aber ohnehin nicht das erklärte Ziel“, erläutert GWL-Trainer Uli Kley-Steverding. „Ich muss mich selbst überraschen lassen, mit welcher Motivation die Mannschaft am Sonntag noch einmal auflaufen wird. Verlangen kann ich nicht viel, nur, dass wir uns gerade zu Hause ordentlich in die Pause verabschieden. Ich denke, dass einige Zuschauer auf der Anlage sein werden.“ Ein böses Ende hat die Spielzeit für den Lankerner Kapitän Mark Schmitz genommen, der sich zuletzt beim 1:1 in Rhede eine Knochenabsplitterung und mindestens eine starke Innenbanddehnung im Knie zugezogen hat.

VfB Rheingold Emmerich (11./35) - SV BW Dingden (8./46): „Den achten Platz hätte ich mit dieser neu formierten Mannschaft zu Saisonbeginn sofort unterschrieben“, sagt BWD-Trainer Dirk Juch. „Jetzt aber sind wir froh, dass es in die Pause geht. Unsere letzten Ergebnisse spiegeln unsere personellen Probleme wider und ich bin zudem froh, dass auch Rheingold sich vorzeitig gerettet hat. Jetzt können alle ohne Druck locker aufspielen.“