Jens Hoffrogge erhält Goldenes Reitabzeichen

Diesmal „nur“ Dritter in der Indoor-Vielseitigkeit, dafür danach aber hoch dekoriert: Jens Hoffrogge erhielt das Goldene Reitabzeichen.
Diesmal „nur“ Dritter in der Indoor-Vielseitigkeit, dafür danach aber hoch dekoriert: Jens Hoffrogge erhielt das Goldene Reitabzeichen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Kein Hattrick von Jens Hoffrogge bei der Indoor-Vielseitigkeit, aber nach Platz drei wartete auf den Gahlener noch eine Überraschung.

Schermbeck..  Seine Siegesserie ist bei der dritten Indoor-Vielseitigkeitsprüfung beim Gahlener Turnier, einem Zeitspringen der Klasse M** gerissen. Doch der Sonntag hielt für Jens Hoffrogge noch einen bedeutenderen Höhepunkt bereit. Der Springreiter des RV Lippe-Bruch Gahlen wurde mit dem Goldenen Reitabzeichen ausgezeichnet. „Das ist einfach überragend, so etwas bekommt man nur einmal im Leben“, sagte der 29-Jährige freudestrahlend.

Dabei hatte der Gahlener im Vorfeld überhaupt keine Ahnung, dass bei der Siegerehrung – er war mit Rittersporn übrigens Dritter geworden – noch etwas Besonderes auf ihn warten würde. Erst als Gahlens Ehrenpräsident Heiner Nachbarschulte und Friedrich Witte von der Reiterlichen Vereinigung im Parcours erschienen und eine zusätzliche Ehrung angekündigt wurde, „habe ich Wind davon bekommen“, erzählte Hoffrogge. In der Kombination Spring- und Vielseitigkeitsreiter gebe es keine schriftlich fixierten Bedingungen für das Goldene Abzeichen, so der Gahlener. In der Laudatio war die Rede von den herausragenden Erfolgen des 29-Jährigen.

Zwei davon hatte er sich bisher beim heimischen Turnier in der Indoor-Prüfung gesichert. Den Hattrick verbauten ihm Freya Füllgräbe mit Oje Oje (RSV Gut In den Höfen) und Ingrid Klimke mit Parmenides (Münster) als Erst- und Zweitplatzierte. Die im letzten Jahr angekündigte Revanche der Olympiasiegerin war damit gelungen, der Sieg blieb Klimke allerdings verwehrt. Hoffrogge war mit Rittersporn als Vorletzter gestartet. „Er macht es echt toll, ist aber halt nicht der Schnellste. Und die anderen sind perfekt geritten“, sagte Jens Hoffrogge, dem letztlich rund sechs Sekunden in der Endabrechnung fehlten.