Im Kreis Rees/Bocholt läuft's vorbildlich
16.02.2010 | 18:06 Uhr 2010-02-16T18:06:00+0100Am Niederrhein. Wenn es darum geht, die Spielergebnisse Woche für Woche im Internetportal „DFBnet” zu melden, sind die Klubs des Kreises 11 (Rees/Bocholt) Spitze. Lediglich 5,59 Prozent aller Ergebnismeldungen fehlen.
Das belegt eine Statistik, die die Durchschnittswerte fehlender Meldungen erfasst, von den E-Junioren bis zu den Herren und von den D-Juniorinnen bis zu den Damen.
Der mittlere Negativ-Wert aller Kreise im Fußballverband Niederrhein liegt bei 11,89 Prozent. Schlechter schneidet unter anderem der Kreis Kleve/Geldern mit 14,54 Prozent ab. Nur Klubs aus zwei Verbänden sind bei der Meldung nachlässiger: Oberhausen/Bottrop (19,54) und Grevenbroich/Neuss (26,38).
Bei Versäumnissen drohen Ordnungsgelder. Holger Tripp hat deshalb schon häufiger den Unmut von Vereinsvertretern zu spüren bekommen. „Die Leute verstehen nicht, dass wir auch nicht von den Strafen profitieren”, sagt der Staffelleiter der Bezirksliga. „Ganz davon abgesehen, dass Vereine per Verbandsbeschluss von 2007 zur Eingabe verpflichtet sind.”
Der Hintergrund: Der Niederrhein-Verband zahlt jährlich eine sechsstellige Summe, um vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) überhaupt für das System berücksichtigt zu werden. Für nicht komplett gemeldete Staffeln wird für den Verband pro Spieltag eine vom DFB verhängte Strafe fällig. Für vollständige Meldungen gibt's dagegen eine geringe Rückvergütung. Sonntags müssen Ergebnisse bis 18 Uhr im Internet eingetragen sein.
Warum einige Kreise wie Rees/Bocholt sehr ordentlich abschneiden, andere dagegen recht schlecht, kann Tripp nicht schlüssig beantworten. „Viele Vereine glauben, dass ein Internet-Zugang im Platzhaus zwingend erforderlich ist”, sagt er. „Dabei ist es einfach, per Handy das Resultat anzugeben.”
Fein raus sind seit Saisonbeginn übrigens die Niederrhein- und Landesligisten, die ihren Spielbericht elektronisch ausfüllen. Das System ist ans „DFBnet” gekoppelt, eine separate Ergebnismeldung deshalb überflüssig.
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