Im Finale fehlt dem PSV die Kraft
12.02.2012 | 19:32 Uhr 2012-02-12T19:32:00+0100
Wesel.Über weite Strecken wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht, aber am Ende eines langen und auch sehr anstrengenden Wochenendes fehlte den Kickern des PSV Lackhausen letztlich die Kraft. So verlor der Fußball-Landesligist das Finale des Hallenturniers der Weseler Viktoria um den Wanderpokal in der Rundsporthalle gegen die eine Klasse tiefer angesiedelte Spielvereinigung 08/29 Friedrichsfeld mit 0:2.
„Natürlich hätten wir das Endspiel wie alle anderen Spiele vorher auch noch gerne gewonnen. Aber wirklich traurig sind wir deswegen jetzt auch nicht“, so ein Muskelkater geplagter PSV-Coach Roger Rütter. Er war mit seiner kompletten Mannschaft am Freitagabend und Samstag in einem Trainingslager in Velbert gewesen. Kraft-Zirkel, Spinning, Laufeinheiten und natürlich auch Fußball standen auf dem harten Programmplan. Hinzu kam am Vorabend noch das Winterfest der Lackhausener. „Die Spieler werden froh sein, wenn sie heute Abend im Bett liegen. Ich auch“, so Rütter.
Im Halbfinale hatten sich die in Blau angetretenen Grünen mit 5:2 gegen die Weseler Zebras durchgesetzt. Den Grundstein dafür hatte Timm Golley gelegt, der die ersten beiden Angriffe des PSV direkt in Tore ummünzte. Die Mannschaft von Zebras-Trainer Rocco Steinert, der selbst nicht mitkickte, verkürzte und machte den Postsportlern zehn Minuten lang das Leben schwer. Nach dem 4:2 durch Matthäus Cwiek war die Partie jedoch entschieden.
Im zweiten Halbfinale hatte sich die Friedrichsfelder Spielvereinigung mit 3:1 gegen die A-Liga-Reserve des TV Jahn Hiesfeld durchgesetzt. Die Partie um Platz drei gewannen die Hiesfelder „Veilchen“ mit 2:0 gegen die Zebras.
Im Finale wirkten die Friedrichsfelder zu Beginn wenig überraschend frischer als die ausgelaugten Lackhausener. Schon nach zwei Minuten musste der Pfosten für den Landesligisten retten. Doch als der PSV die Partie besser in den Griff bekam, gingen die Friedrichsfelder durch einen Schuss aus der Drehung ihres Goalgetters Thomas Giesen mit 1:0 in Führung (7.).
Die Weseler hatten fortan mehr Möglichkeiten, übersahen vor dem Tor aber häufig den besser postierten Mitspieler. Knapp eine Minute vor dem Ende machte Maximilian Kögel mit dem 2:0 für die Gäste den Deckel drauf.
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Turnier. Das Niveau war höher als bei den Stadtmeisterschaften“, resümierte Viktoria-Vorsitzender Walter Großmann. Die beiden Teams des Gastgebers mussten allerdings bereits in der Vorrunde die Segel streichen. Wegen eines Testspiels war die TuS Drevenack nicht mit ihrer ersten Mannschaft angetreten und wurde dementsprechend Letzter der Gruppe A. Rund 300 Zuschauer hatten sich im Laufe des Tages in der Rundsporthalle getummelt.
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