HSV möchte gegen Spellen ersten Sieg erzwingen

Wirklich entsetzt gucken in dieser Szene die Zuschauer nicht. Umso mehr anschließend Raik Wittig (r.), als der Unparteiische ihm die Rote Karte zeigte. Heute ist der Angreifer des Hamminkelner SV gegen den SV Spellen wieder an Bord.
Wirklich entsetzt gucken in dieser Szene die Zuschauer nicht. Umso mehr anschließend Raik Wittig (r.), als der Unparteiische ihm die Rote Karte zeigte. Heute ist der Angreifer des Hamminkelner SV gegen den SV Spellen wieder an Bord.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma

Hamminkeln..  Die Bezirksliga-Fußballer des Hamminkelner SV (6. Platz/30 Punkte) und ihr Trainer Jörg Gonschior trauten sich zum Abschlusstraining am Dienstag vor dem Heimspiel am heutigen Gründonnerstag um 19.30 Uhr gegen den SV Spellen (16./20) auf den Platz. „Wir wollten es bei diesem Sturm bewusst austesten, um ein ungefähres Gefühl dafür zu bekommen, was uns im Wettkampf erwarten könnte“, sagt Gonschior.

Als sich die mobilen Aluminium-Tore jedoch selbstständig machten, brachen die Grün-Weißen ihre Einheit sicherheitshalber ab. Das Team, das in diesem Jahr erst einen Punkt aus fünf Partien gesammelt hat, erlebt nicht erst seit Tief „Niklas“ stürmische Zeiten. Doch es gibt Zeichen der Beruhigung am Mühlenrott.

Personallage keine Entschuldigung

Der ausgedünnte HSV-Kader gewinnt wieder an Stärke: 17 Spieler nahmen am Training teil. „Wir brauchen nicht mehr über unsere personelle Lage stöhnen, sie ist keine Entschuldigung mehr“, stellt Gonschior deutlich fest. Mit Raik Wittig, Julian Weirather und Peter Hütten werden drei zuletzt gesperrte bzw. verletzte Leistungsträger gleich wieder in die Startelf rücken. Damit verbunden sind die Rückkehr zur Viererkette in der Abwehr und die Hoffnung auf mehr Durchschlagskraft in der Offensive.

„Die Präsenz der Drei wird der Mannschaft einen Schub und gewisse Sicherheit geben“, sagt Gonschior. „Ich glaube aber nicht, dass wir deswegen sofort den Hebel umlegen können.“ Zu harmlos und verunsichert zeigten sich die Hamminkelner in den vergangenen Wochen. „Ich erwarte kein schönes Spiel, aber Hingabe. Wir müssen den Sieg über Fleiß erzwingen“, fordert der HSV-Coach, der vier Punkte aus den beiden Feiertagsspielen gegen Spellen und am Ostermontag in Bedburg-Hau als Ziel ausgerufen hat.

„Wir wissen aber nicht nur wegen unseres glücklichen 1:0-Siegs im Hinspiel, wie schwer es gegen Spellen wird“, meint Gonschior und verweist auf das vergleichsweise gute Torverhältnis des Tabellenvorletzten von 28:33. „Es wird ein enges Spiel werden, in dem wir nichts über das Knie brechen dürfen. Uns sollte helfen, dass wir jetzt wieder ein paar schussgewaltige Spieler mehr auf dem Platz haben.“

Neben dem Trio Wittig, Weirather und Hütten steht auch Alexander Höppner nach seiner Knieblessur wieder zur Verfügung. Jörn Bergendahls Probleme mit dem Fußgelenk lassen dagegen genauso wenig einen Einsatz zu wie bei Tom Klump (Bandscheibenvorfall) und Andreas Buttenborg (Bänderriss im Sprunggelenk), denen beiden das frühzeitige Saisonaus droht. Jonas Borgmann ist aus dem Urlaub zurück, soll zunächst jedoch seinen Trainingsrückstand aufholen und über die B-Liga-Reserve herangeführt werden.