HSG Wesel will Moers abhaken und vor der Pause punkten

Der Weseler Abwehr-Routinier Oliver Rühl (l.) wird seinen lädierten Ellenbogen auch in Kaldenkirchen noch schonen. Rechts: Fabian Gorris.
Der Weseler Abwehr-Routinier Oliver Rühl (l.) wird seinen lädierten Ellenbogen auch in Kaldenkirchen noch schonen. Rechts: Fabian Gorris.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Die letzte Partie vor der Osterpause führt Handball-Verbandsligist HSG Wesel am Samstag zum TSV Kaldenkirchen. Dort soll wieder gepunktet werden.

Wesel..  In ihrem Restprogramm der Handball-Verbandsliga hat die HSG Wesel (6. Platz/19:21 Punkte) noch vier Termine gegen Teams, die allesamt hinter ihr platziert sind. Los geht es am Samstag (19 Uhr) an der Ravensstraße beim TSV Kaldenkirchen (9./16:24).

„Gut möglich“, antwortet Trainer Sven Esser auf die Frage, ob einer seiner Spieler nach dem letzten Auftritt von Tobias Kokott geträumt habe. Mit 12:7 hatten die Hansestädter bei den Moerser Adlern zur Pause geführt, ehe deren Zweitliga erfahrener Keeper einfach mal seinen Laden schloss und die Grafschafter den Spieß mit 23:18 umdrehten.

„Er hatte ja schon in der ersten Halbzeit drei, vier absolut Freie weggenommen. Das ist natürlich schlecht für den Kopf des Werfers, zumal der Torwart in diesen eindeutigen Situationen nur gewinnen kann“, sagt Esser. Torhüter könnten ein sehr entscheidender Faktor sein. „Aber wir haben auch zwei gute.“ Wichtig sei nun, sich gegen Kaldenkirchen in solchen Angriffssituationen wieder voll zu konzentrieren, Moers abzuhaken und es besser zu machen, so der HSG-Coach.

Heimniederlage im Hinspiel

Das Hinspiel hatten die Weseler nach drei hart erkämpften Erfolgen in Serie mit 23:26 verloren. „Wenn wir weiter trotz der Umstellungen so sicher in der Deckung stehen wie zuletzt und uns wie gegen Moers weiter auch die Chancen erarbeiten, dann bin ich guter Dinge, dass wir dort etwas mitnehmen können“, meint Esser, der erneut auf den ursprünglich eingeplanten Innenblock Michael Nölscher und Oliver Rühl verzichten muss.

Bei Oliver Rühl und seinen Ellenbogenbeschwerden geht die HSG Wesel vor der nach diesem Spiel anstehenden dreiwöchigen Pause kein Risiko ein. Sven Esser hofft darauf, dass er dann zu den letzten drei Saisonspielen und dem Pokalwochenende wieder fit ist. Den Defensiv-Part in der Zentrale vor dem eigenen Tor hatten zuletzt Jonas Gorris und Fyn Walla überzeugend übernommen.

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Unterdessen erläutert Michael Nölscher seinen zum Saisonende angekündigten Abschied aus Wesel. „Ich hatte hier zwei hypergeile Jahre, bekomme aber die Verbindlichkeit, die für mich auf diesem Niveau einfach dazu gehört, beruflich und privat nicht mehr hin“, so der 36-Jährige. „Es ist kein Zustand, wenn man sich nicht darauf verlassen kann, ob ich dabei sein kann oder nicht. Da fühle ich mich als Mannschaftsspieler nicht wohl bei.“

Der Regionalliga erfahrene Schwabe denkt darüber nach, seine Karriere in der Reserve seines Wohnortes beim SV Schermbeck ausklingen zu lassen. Auch der von dort vor zwei Jahren nach Wesel gewechselte Heiko Kreilkamp, der in dieser Saison verletzungsbedingt fast gar nicht zum Zuge gekommen ist, verlässt bekanntlich die HSG.