HSG Wesel will dem nächsten Spitzenteam ein Bein stellen

Alle Augen auf Platz fünf: Die HSG Wesel mit (v. l.) Oliver Rühl, Daniel Weber, Björn Fehlemann, Fyn Walla, Matthias Kalus, Keeper Philipp Busjan und dahinter Trainer Sven Esser empfängt am Sonntag den Tabellenvierten TD Lank in der Rundsporthalle.
Alle Augen auf Platz fünf: Die HSG Wesel mit (v. l.) Oliver Rühl, Daniel Weber, Björn Fehlemann, Fyn Walla, Matthias Kalus, Keeper Philipp Busjan und dahinter Trainer Sven Esser empfängt am Sonntag den Tabellenvierten TD Lank in der Rundsporthalle.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Punkteteilungen in Mülheim und Oppum: Nun will Handball-Verbandsligist HSG Wesel auch zu Hause Zählbares gegen eine Spitzenmannschaft.

Wesel..  Nach den Punkteteilungen in Mülheim und Oppum wollen die Handballer der HSG Wesel am Sonntag auch vor eigenem Publikum zeigen, dass sie einem Team aus dem Spitzenquartett der Verbandsliga ein Bein stellen können. Die Weseler treten um 17 Uhr (Rundsporthalle) als Tabellenfünfter mit 17:15 Punkten quasi als „Best of the Rest“ gegen TuS Treudeutsch Lank (4./22:8) an. Die sind in Sachen Minuspunkte derzeit drei Zähler vom Primus aus Homberg entfernt und haben ihren Oberliga-Traum vor dem Gastspiel in der Hansestadt noch nicht abgehakt.

„Keiner weiß, ob man dieses Jahr am Ende mit acht Minuspunkten Meister werden kann. Aber wenn Lank noch ganz oben ein Wörtchen mitreden möchte, dann dürften sie sich eigentlich keinen Punktverlust mehr erlauben“, so die Einschätzung von HSG-Trainer Sven Esser, der sich aber verständlicherweise viel lieber mit der sehr erfreulichen Entwicklung der eigenen Mannschaft beschäftigt.

Nur zwei Niederlagen in den letzten zehn Spielen sind für einen Aufsteiger keine Selbstverständlichkeit. Zuletzt hatten Mülheim und Oppum, beide ebenfalls noch mit Kontakt zur Tabellenspitze, sicherlich einen Heimsieg gegen die Weseler eingeplant, mussten sich aber mit jeweils nur einem Zähler begnügen. Die viel zitierte Planungssicherheit in Sachen Klassenerhalt hat die HSG mittlerweile. Nun lautet das Ziel, Rang fünf zu verteidigen. „Das wäre für einen Aufsteiger ein großer Erfolg“, so Esser.

Untypisch verlief für die HSG das Hinspiel. Zeichneten sich die Weseler bislang (nicht ganz freiwillig) nach deutlichen Rückständen durch große Comeback-Qualitäten und eine stetige Steigerung im Spielverlauf aus, so riss bei der 21:31-Pleite im Hinspiel in Lank nach ansprechenden 15 Minuten der Faden. „Wir hatten damals große Probleme mit deren 5-1-Deckung und haben viele Fehler gemacht. Aber wir wollen auch Lank zeigen, dass wir es besser können. Und wir haben absolut nichts zu verlieren“, so Esser.

Vier Niederlagen gegen zwei Gegner

Fragezeichen gibt es noch beim Personal für Sonntag. Fyn Walla, der in Oppum den erkrankten Michael Nölscher im Innenblock vertreten hatte, ist privat verhindert. Das wäre nicht so schlimm, da Nölscher wieder an Bord ist. Allerdings steht diesmal hinter dem anderen Defensiv-Hünen aus der Mitte, Oliver Rühl, wegen einer Sehnenentzündung noch ein Fragezeichen. „Dass der Fyn nicht kann, ist sehr schade, denn er hat in Oppum wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht“, so Esser. „Wir hoffen, dass es beim Olli geht. Ansonsten müssen wir uns wieder etwas einfallen lassen.“

Das hat in der Vergangenheit immer besser geklappt. „Die gut und ausgeglichen besetzte Bank ist sicherlich ein Faktor, warum es so gut bei uns läuft“, sagt der Weseler Trainer. Anders als beim letzen Jahr in der Verbandsliga sei die Mannschaft viel schwerer auszurechnen. „Damals musste Fabian Gorris schon zweistellig treffen, sonst konnte das Spiel quasi nicht gewonnen werden. Aber diese Zeiten sind vorbei.“