HSG Wesel und SVS-Damen fordern Friedrichsfeld

Beim Training am Freitag hat HSG-Trainer Sven Esser noch ein Wörtchen mit seinen Schützlingen zu reden, bevor es am Samstag nach Friedrichsfeld geht.
Beim Training am Freitag hat HSG-Trainer Sven Esser noch ein Wörtchen mit seinen Schützlingen zu reden, bevor es am Samstag nach Friedrichsfeld geht.
Foto: WAZ FotoPool

Am Niederrhein..  Nach dem Ende der Meisterschaften steht für die Handballer nun das Saison-Finale an. Am kommenden Wochenende finden die Halbfinal- und Endspiele im Kreispokal der Frauen und Männer als „Final 4-Turnier“ in der Halle Nord des Gymnasiums Voerde in Friedrichsfeld statt. Dabei treffen sowohl die Damen des SV Schermbeck (Sa., 17 Uhr) als auch die Herren der HSG Wesel (Sa., 15 Uhr) auf die gastgebende SV 08/29 Friedrichsfeld - allerdings unter völlig verschiedenen Vorzeichen.

Nach der blamablen Vorstellung zum Meisterschaftsabschluss in der Verbandsliga, dem 20:37 beim SV Neukirchen, geht es bei der HSG auch um Rehabilitation. Einige Akteure hatten das Ende einer eigentlich tollen Verbandsliga-Saison etwas zu früh eingeleitet. „Ich habe noch nicht mit der Mannschaft gesprochen und vielleicht möchte ich auch gar nicht alles wissen. Das Ergebnis alleine hat mir schon die Laune verdorben“, so HSG-Trainer Sven Esser, der am vergangenen Samstag beim Final 4 der Profis in Hamburg weilte.

Esser: „Letzter Eindruck bleibt“

„Der letzte Eindruck bleibt nun mal haften. Nach einer tollen Saison mit weitestgehend positiven Erlebnissen war es einfach nur dumm, das alles einfach so über Bord zu werfen“, findet Esser klare Worte für das Verhalten seiner Schützlinge. „Natürlich kann man in Neukirchen verlieren und es war klar, dass der Gegner sich für seine Niederlage gegen Dülken rehabilitieren möchte. Trotzdem hätten wir so einen Auftritt, wie er mir beschrieben wurde, nicht nötig gehabt.“

Umso mehr setzt der Weseler Trainer am Samstag gegen den Bezirksligisten aus Friedrichsfeld auf Wiedergutmachung, warnt aber auch vor einer erneuten Pleite: „Das wird kein Selbstläufer. Die Halle wird voll und laut sein, Friedrichsfeld hochmotiviert“, so Esser. „Dieses Derby hat es schon sehr lange nicht mehr gegeben, die HSG Wesel im Endspiel um den Kreispokal aber auch nicht. Wir müssen sofort zeigen, warum wir zwei Klassen höher spielen.“ Nach der Partie geht es für die HSG zum Polterabend von Christopher Timmermann. Trotzdem erwartet Esser für den Fall der Fälle, dass seine Spieler am Sonntag um 17.15 Uhr beim möglichen Finale alle wieder „vernünftig auf der Platte stehen.“

Die sportliche Ausgangslage bei den Damen ist genau umgekehrt. Dort geht der SV Schermbeck, Tabellenvierter der abgelaufenen Bezirksliga-Saison, in die Partie gegen den gastgebenden Tabellenvierten der Verbandsliga als großer Außenseiter.

„Es müssen wirklich schon sehr viele Dinge passen, um eine zwei Klassen höher erfolgreich spielende Mannschaft zu schlagen“, meint auch SVS-Trainer René Kemper. „Wir versuchen dort, unseren Spaß zu haben und diese Veranstaltung zu genießen. Ich denke, dass die Austragung des Pokals auf diese Weise dem Handball gut tut.“

Nicht gut getan haben die letzten Liga-Spiele zwei SVS-Akteurinnen. Torhüterin Steffi Webers fällt mit einer Handverletzung aus, Stefanie Hindricksen muss mit Schulterproblemen passen.

Der Zeitplan der Final 4-Turniers

Halbfinale Damen, Samstag, 13 Uhr: HC TV Rhede - TV Borken; 17 Uhr: SV 08/29 Friedrichsfeld - SV Schermbeck.

Halbfinale Herren, Samstag, 15 Uhr: SV 08/29 Friedrichsfeld - HSG Wesel; 19 Uhr: TV Jahn Hiesfeld - Moerser Adler HSG.

Endspiel Damen: Sonntag, 13 Uhr; Herren: Sonntag, 17.15 Uhr.