HSG Wesel fühlt sich als Außenseiter pudelwohl

Kreisläufer Christoph Heffels und die HSG Wesel spielen als Aufsteiger in der Verbandsliga mit bislang 16:14 Punkten eine hervorragende Saison. Am Samstag gastieren die Hansestädter trotzdem als Außenseiter beim Oberliga ambitionierten Gastgeber und Tabellenzweiten TV Oppum.
Kreisläufer Christoph Heffels und die HSG Wesel spielen als Aufsteiger in der Verbandsliga mit bislang 16:14 Punkten eine hervorragende Saison. Am Samstag gastieren die Hansestädter trotzdem als Außenseiter beim Oberliga ambitionierten Gastgeber und Tabellenzweiten TV Oppum.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Im Hinspiel hatte es ein 20:20 gegeben, am Samstag gastiert Handball-Verbandsligist HSG Wesel beim Tabellenzweiten TV Oppum.

Wesel..  Vor einer der höchsten Hürden im Terminkalender der Handball-Verbandsliga steht die HSG Wesel. Der Aufsteiger reist am Samstag als Tabellenfünfter (16:14 Punkte) zum Zweitplatzierten TV Oppum (24:6). Der darf sich durch die eigenen starken Leistungen und Ergebnisse im neuen Jahr wieder berechtigte Hoffnungen auf die Oberliga machen. Anwurf in der Halle an der Scharfstraße in Krefeld ist um 18.30 Uhr.

Nach sechs Siegen in Serie, darunter das 21:20 gegen den Spitzenreiter aus Homberg oder der 27:19-Erfolg in Lank, sind die Oppumer bis auf einen Zähler an den Platz an der Sonne herangerückt. Lediglich viermal ging der TVO in dieser Spielzeit nicht als Sieger vom Feld, einmal davon allerdings im Hinspiel gegen die HSG. Das endete nach 60 von Defensivarbeit geprägten Minuten in der Halle Nord 20:20.

„Schon allein deswegen werden sie uns nicht unterschätzen. Sie werden wesentlich besser auf uns vorbereitet sein als noch im Hinspiel“, vermutet der Weseler Trainer Sven Esser. Um dort etwas mitzunehmen, müsse schon vieles bis alles passen. Dass dies nicht unmöglich ist, hat die HSG bereits unter Beweis gestellt. „Punktuell können wir auch gegen die Mannschaften von ganz oben mithalten“, meint der Coach.

Gerade die Außenseiterrolle, in der Esser sein Team erneut sieht, behagt dem Aufsteiger. „Damit haben wir schon für Überraschungen sorgen können, haben aber auch die Spiele gewonnen, die wir unbedingt gewinnen mussten“, so Esser. Deshalb könne sein Team jetzt befreit und ganz ohne Druck aufspielen.

Was man vom Gegner nicht sagen kann. „Wer das Ziel hat aufzusteigen, dem täte ein Punktverlust gerade zu Hause gegen einen Aufsteiger sicherlich richtig weh“, sagt der Coach. Er könne damit leben, dort einfach ein gutes Spiel abzuliefern, würde aber natürlich gerne Platz fünf verteidigen. „Das sieht schon richtig gut aus. Aber selbst wenn das nicht klappt, wir aber im Mittelfeld landen, hätten wir als Neuling eine gute Saison gespielt“, so Esser.

Lachendes und weinendes Auge im Hinspiel

Bei der Punkteteilung im Hinspiel hatten sich die Oppumer für ihre Verhältnisse ungewöhnlich viele Fehlwürfe geleistet. Insgesamt sieht Sven Esser einige Parallelen zwischen den Teams. „Auch sie können eine unangenehme Deckung spielen und mit ihrem starken Innenblock und dem überdurchschnittlichen Torwart ihr Tor regelrecht vernageln.“

Starke Torwartleistungen benötigt die HSG auch von Phillip Busjan und Richard Kalus. „Sie brauchen einen Sahnetag. Aber sie haben ja schon mehr als einmal gezeigt, dass sie solche Tage haben können“, sagt Esser.

Alles anderes als „Sahne“ war die Saison bislang für Heiko Kreilkamp. Wegen einer Sehnenentzündung unter dem Fuß war der Rückraumspieler bislang fast komplett zum Zuschauen verdammt. Doch jetzt keimt Hoffnung auf, dass Kreilkamp in dieser Saison doch noch zum Einsatz kommen könnte. „Er macht eine Spritzentherapie, die anzuschlagen scheint. Wenn alles gut läuft, ist er vielleicht Anfang oder Mitte März wieder dabei“, so Esser.

Der Weseler Trainer fasst für Samstag noch einmal die Ausgangslage zusammen: „Wir haben dort absolut nichts zu verlieren, der Gegner aber sehr viel.“