HSC-Trainer Guido Dickmann spricht von „geklauten Punkten“

Nele Hoyer (rechts) und der HSC Berg kamen in Haldern nur zu einem 1:1, dabei fühlte sich das Team vom Schiedsrichter betrogen.
Nele Hoyer (rechts) und der HSC Berg kamen in Haldern nur zu einem 1:1, dabei fühlte sich das Team vom Schiedsrichter betrogen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Schiedsrichter-Leistung brachte Guido Dickmann auf die Palme: Beim 1:1 seiner Landesliga-Kickerinnen des HSC Berg in Haldern fühlte er sich betrogen.

Am Niederrhein..  Guido Dickmann erhob nach dem 1:1 (1:0)-Remis der Landesliga-Fußballerinnen des HSC Berg beim SV Haldern schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter. „Ich bin fassungslos, dass den Mädels die Punkte geklaut wurden“, sagte der HSC-Trainer. „Die Fehlentscheidungen haben es erst möglich gemacht, dass Haldern zu einem Punkt gekommen ist.“

Marina Kinder hatte die überlegenen Bergerinnen nach 36 Minuten in Front gebracht, und Sandra Scherers Freistoßtreffer in den Winkel war in der zweiten Halbzeit die Vorentscheidung - dachten sowohl die HSC-Spielerinnen als auch ihre Gegnerinnen. Der Schiedsrichter jedoch wollte gesehen haben, dass der Ball von der Latte abgeprallt war, und ließ das Spiel weiterlaufen.

Den Gästen sei zudem ein Handelfmeter vorenthalten worden, während ein fairer Einsatz von Christin Helmert vor dem Strafraum zu einem Foulelfmeter und dem Halderner Ausgleich geführt habe (81.). „Das Unentschieden ist völlig unverdient. Ich bin stocksauer, dass ein Mann so ein Spiel kaputt machen kann“, meinte Dickmann und fügte kämpferisch an: „Wir werden noch die nötigen Punkte holen, um dem Relegationsplatz zu entkommen.“

Drei Spieltage vor dem Ende droht dem HSC Berg als Zwölfter ein Abstiegsendspiel gegen einen Verein aus der parallelen Landesliga-Gruppe. Dort rangiert derzeit der SV Hilden-Nord auf dem Relegationsplatz.

In der Bezirksliga hat Spitzenreiter GW Lankern durch einen 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen Rheingold Emmerich seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den einzig verbliebenen Verfolger SSV Lüttingen verteidigt. Gegen die in der Rückrunde noch ungeschlagenen Gäste gerieten die Grün-Weißen zunächst in Rückstand (37.), steigerten sich jedoch in der zweiten Halbzeit.

Anke Feldheim weckte die Gastgeberinnen, indem sie aus der Distanz traf (56.), und Larissa Fahl erlöste die Lankernerinnen nach vielen vergebenen Chancen in der 89. Minute mit einem Kopfballtor nach einem Eckball. GWL könnte die Meisterschaft bereits vor dem direkten Duell gegen Lüttingen am letzten Spieltag perfekt machen.