HSC Berg erntet nun die Früchte der Jugendarbeit

Die Meister-T-Shirts waren schon fertig, das kühle Nass spritzte nur so: Der HSC Berg nach dem 8:0 gegen Elten II, als auch rechnerisch alles klar war.
Die Meister-T-Shirts waren schon fertig, das kühle Nass spritzte nur so: Der HSC Berg nach dem 8:0 gegen Elten II, als auch rechnerisch alles klar war.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Durststrecke in der Kreisliga C ist endlich vorbei: Die Kicker des HSC Berg feierten vorzeitig den Aufstieg. Doch die Entwicklung soll noch weiter voranschreiten.

Hamminkeln..  Johnny Marissink kennt sich in dieser Klasse bestens aus. Sieben Jahre trainiert er mittlerweile die erste Fußball-Mannschaft des HSC Berg, über die Kreisliga C ist er nicht hinausgekommen. Doch die mageren Zeiten gehören ab der kommenden Saison der Vergangenheit an. Bereits vorzeitig hat der HSC Berg den Aufstieg in die B-Liga feiern können. „Das ist natürlich ein Traum, aber nach acht Jahren wurde es mal wieder Zeit“, sagt der Vorsitzende Carsten Terhorst. Schon in der letzten Saison hatten die Berger vehement an die Türe zur Kreisliga B geklopft. Doch in einem Entscheidungsspiel gegen den SV Haldern II (3:5) platzte der Aufstiegstraum, der nun Wirklichkeit wurde.

An dieses Relegationsspiel denkt der Coach höchst ungern zurück, zumal es ein wenig Langzeitwirkung besaß. „Das war gar nicht so einfach nach dieser Niederlage“, räumt Johnny Marissink ein. Letztlich habe seine Elf es aber gut weggesteckt. Das Scheitern zeigte keinerlei Langzeitwirkung, sehr zur Genugtuung des 48-Jährigen. Mit dazu beigetragen hat der Zusammenhalt in der Mannschaft. „Das ist schon einmalig“, lobt Marissink.

Vor vier Jahren, so der Coach, sei das Ziel Aufstieg wieder „seriös in Angriff genommen worden“. Zwei elfte und ein 13. Platz zuvor in der untersten Klasse stellten für eine erste Mannschaft schon fast einen Offenbarungseid dar. Doch der Aufschwung kam, entwickelte sich fast zeitgleich mit neu gewonnener Stärke der eigenen A-Jugend. Als „goldenen Jahrgang“ wollen ihn die HSC-Verantwortlichen nicht unbedingt bezeichnen, doch deren Stärke spiegelt sich bis heute wider. In der Saison 2011/12 gelang den A-Junioren der Sprung in die Leistungsklasse, aus der sie ein Jahr später aber wieder raus mussten. „Davon profitieren wir noch, wie auch der SV Ringenberg, der einige Spieler holte“, sagt Terhorst. Eben mit diesem Lokalrivalen besteht seit der Saison 2013/14 eine Jugendspielgemeinschaft bei der A-Jugend, die auch in der neuen Spielzeit fortgesetzt wird.

Die Voraussetzungen für einen längeren Aufenthalt oberhalb der untersten Klasse sind also gegeben. „Die Mannschaft besteht zu fast 90 Prozent auch aus Eigengewächsen“, erläutert Johnny Marissink. Und die zeichnet eine große Vereinsverbundenheit aus, alle haben bereits für die kommende Spielzeit zugesagt. „Auffrischung“ gibt es zusätzlich durch Carsten Leiting, der in den Seniorenbereich hoch rückt. „Vielleicht kommt auch noch der ein oder andere Externe dazu“, so der Trainer, doch feste Zusagen existieren noch nicht.

Für Johnny Marissink allerdings kein Problem, das Niveau der Truppe könne sich jetzt schon sehen lassen. Seiner Meinung reicht dies für die höherer Klasse. Schließlich schätzt er die Kicker als „sehr motiviert und ehrgeizig ein. Alle wollen sich auch weiter entwickeln.“ Dies hat er schon in den vergangenen Spielzeiten festgestellt. Deshalb strebt Marissink eine ähnliche Entwicklung wie der SV Ringenberg an: Nach dem Motto ein Jahr in der B-Liga etablieren und dann mal schauen. Die Ringenberger nehmen derzeit den vierten Platz ein.

Das Aufstiegsteam

Dies traut Marissink seinem Team auch zu. Vielleicht sogar noch mehr. „In der Mannschaft steckt viel Potenzial, der Weg ist noch nicht zu Ende“, meint der Coach. Allerdings muss er diesen zumindest mit einem neuen Co-Trainer beschreiten. Dennis Ruff widmet sich nun ganz seiner Aufgabe als Stützpunkttrainer. Für ihn kommt Bernd Thiesing. „Er ist ein langjähriger Freund, das ist eine gute Lösung“, sagt Johnny Marissink.

Nun stellt sich nur noch die Frage, in welcher Kreisliga B der HSC Berg neue Erfahrungen sammelt. „In der Gruppe 1, also im m Bocholter Raum, das wäre schon schöner“, so Terhorst. Auf jeden Fall betreten der HSC und Marissink nun erst einmal unbekannten Terrain.