Horst Höpken erhält Verdienstkreuz der Bundesrepublik

Horst Höpken mit Ehefrau Brigitte, dem stellvertretenden Landrat Heinrich Friedrich Heselmann und der stellvertretenden Weseler Bürgermeisterin Birgit Nuyken bei der Verleihung des Verdienstkreuzes.
Horst Höpken mit Ehefrau Brigitte, dem stellvertretenden Landrat Heinrich Friedrich Heselmann und der stellvertretenden Weseler Bürgermeisterin Birgit Nuyken bei der Verleihung des Verdienstkreuzes.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit 50 Jahren im Vorstand des Weseler Box-Clubs und besonders engagiert in der Jugendarbeit: Horst Höpken erhielt dafür die verdiente Ehrung.

Wesel..  Horst Höpken ist niemand der sich besonders gerne in den Vordergrund gestellt sieht. Doch die Art und Weise, wie er seine ehrenamtliche Tätigkeit ausübt, rückt den derzeitigen Geschäftsführer des Weseler Box-Clubs immer wieder in den Mittelpunkt – besonders, wenn es um Auszeichnungen geht. Im Herbst 2013 erhielt der heute 75-Jährige den Integrationspreis der Stadt Wesel. Gestern wurde sein Engagement auch auf höchster Ebene gewürdigt: Im Ratssaal wurde Höpken das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

„Ich bin durch einen Anruf vom Kreis Wesel informiert worden. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, erzählte der durch eine Erkältung stimmlich leicht angeschlagene Horst Höpken. Seit mittlerweile fünf Jahrzehnten arbeitet er aktiv im Vorstand des WBC mit, kümmert sich besonders um die jugendlichen Sportler mit Migrationshintergrund. „Über den Sport vermitteln sie diesen jungen Menschen unterschiedlicher internationaler Herkunft eine bessere Chance, sich in der Gesellschaft zu integrieren“, hieß es auch in der Laudatio des stellvertretenden Landrates Heinrich Friedrich Heselmann. Mit dem Verdienstkreuz werden die „herausragenden ehrenamtlichen Verdienste im Boxsport, in der Integration und Nächstenliebe besonders ehrenvoll und gebührend gewürdigt“.

Für die Stadt Wesel äußerte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Nuyken zu den Verdiensten Höpkens. Dabei stellte sie die „große Menschlichkeit und legendäre Hilfsbereitschaft“ des WBC-Mitglieds seit 1955 in den Vordergrund. Außerdem habe er dazu beigetragen, einem Ziel näher zu kommen, das der frühere Bundespräsident Johannes Rau so formuliert habe: „Unser Ideal ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sein können.“