Hamminkelner SV zu Gast bei der Klever „Wundertüte“

HSV-Angreifer Raik Wittig (r.) sah gegen Olympia die Rote Karte und muss vier Spiele zuschauen.
HSV-Angreifer Raik Wittig (r.) sah gegen Olympia die Rote Karte und muss vier Spiele zuschauen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Arg dezimiert ist der Hamminkelner SV nach dem Rückrundenstart. Gleich vier Kicker fehlen dem Bezirksligisten zum Gastspiel beim 1. FC Kleve II.

Hamminkeln..  Guten Mutes und mit voll besetzter Bank hatte sich der Hamminkelner SV (4. Platz/29 Punkte) auf den Rückrundenstart in der Fußball-Bezirksliga gefreut. 90 Minuten später, vorerst vier Akteure weniger und keinen Zähler mehr auf dem Konto sah die Sache schon ganz anders aus. Nach dem 0:1 gegen Aufsteiger Olympia Bocholt gastiert der HSV am Sonntag bei der Reserve des 1. FC Kleve (10./20).

„Unglaublich, was für Auswirkungen solche eklatanten Entscheidungen haben“, sagt HSV-Trainer Jörg Gonschior nach dem Hinweis, dass Raik Wittig seinem Team für vier Spiele fehlen wird. Der Angreifer hatte gegen Bocholt die Rote Karte bekommen, weil der Unparteiische im Laufduell einen Ellenbogenstoß Wittigs gesehen hatte – so ziemlich als einziger neutraler Zuschauer.

„Aber auf der anderen Seite nicht pfeifen, wenn Andreas Buttenborg in der Luft klar gefoult wird und sich bei der Landung die Bänder reißt“, ärgert sich Gonschior immer noch. Für Buttenborg, dessen Comeback also sehr kurz war, ist damit die Saison gelaufen. „Er hatte ja vorher acht Monate nicht gespielt und wird sich nach dieser Verletzung so schnell nicht mehr heran kämpfen.“

Ebenfalls in Kleve fehlen werden nach seiner „Ampelkarte“ für ein Spiel Osama El-Toufaili und der am Fuß angeschlagene Peter Hütten.

„Personelle Engpässe haben wir in der Hinrunde schon ganz andere erlebt. Aber wir werden trotzdem unsere Ausrichtung ändern“, erläutert Gonschior. Er will in Kleve nicht so offensiv, etwas vorsichtiger nach vorne agieren lassen. „Aber da wir auch keine Mannschaft sind, die nur auf zu Null spielen kann, müssen wir einen gesunden Mittelweg finden.“

Zum Gegner meint der HSV-Coach: „Da die Landesliga noch nicht beginnt, ist das erst recht eine Wundertüte. Aber das können wir genauso wenig beeinflussen wie die Schiedsrichter oder das Wetter.“