Hamminkelner SV am Freitag zu Gast in Friedrichsfeld

Auf dem Platz kann selbst bei Mitspieler-Begegnungen immer etwas passieren. Auch deshalb fehlt Julian Weirather dem HSV im letzten Spiel vor seiner Hochzeit.
Auf dem Platz kann selbst bei Mitspieler-Begegnungen immer etwas passieren. Auch deshalb fehlt Julian Weirather dem HSV im letzten Spiel vor seiner Hochzeit.
Foto: WAZ FotoPool

Hamminkeln..  Jörg Gonschior und Julian Weirather verbindet eine langjährige Freundschaft. Als der Trainer 2004 erstmals zum Hamminkelner SV kam, spielte Weirather noch in der A-Jugend und stieg anschließend mit der ersten Mannschaft von der Kreisliga B in die Bezirksliga auf. In Gonschiors zweiter Amtszeit beim HSV, die im Januar 2013 begann, gehört der Mittelfeldspieler als Kapitän noch immer zu den Leistungsträgern. Am Samstag heiratet Weirather kirchlich seine Freundin Daniela und feiert mit einem großen Teil des Teams. Deswegen bestreiten die Grün-Weißen (7. Platz/39 Punkte) ihr Auswärtsspiel beim SV 08/29 Friedrichsfeld (2./57) bereits am Freitagabend um 19 Uhr.

„Ich bin den Friedrichsfeldern äußerst dankbar, dass sie der Vorverlegung zugestimmt haben. Das ist eine ganz tolle Geste“, sagt Gonschior. „Julian hat sich immer für den HSV eingesetzt. Deswegen wäre es kein würdiger Rahmen gewesen, wenn wir an seinem größten Tag noch auf ein Spiel am Sonntag hätten achten müssen.“ Gonschior nimmt in Kauf, dass seine Mannschaft ohne Weirather und Peter Hütten (Studium) sowie die Verletzten Alexander Höppner, Raik Wittig, Tom Klump und Andreas Buttenborg stark geschwächt beim Tabellenzweiten antritt. Immerhin kehrt Hendric Storm (Magen-Darm-Grippe) zurück.

Die Hamminkelner können dem Liga-Endspurt relativ entspannt entgegenblicken, weil sich ihre Ausgangsposition am vergangenen spielfreien Wochenende nicht verschlechtert hat. Vier Spieltage vor dem Ende haben sie sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. „Ich bin mir eigentlich sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Aber um ganz sicher zu gehen, sollten wir noch drei Punkte holen“, fordert Gonschior.

Allerdings erwartet der Coach, dass dieser letzte Schritt in Friedrichsfeld „ganz schwierig“ werden wird. Beim 5:0-Sieg der Vereinigten in Bislich am vergangenen Sonntag sah er eine „Offensive, die eine Klasse für sich ist“ und mit Christian de Groodt einen „überragenden Torhüter“, stellte jedoch eine „Anfälligkeit in der Defensive“ fest. „Die Frage wird aber sein, ob wir wie Bislich auch in die torgefährlichen Situationen kommen.“