Haldern bangt um Punkte vom Sieg gegen Bienen

Am Niederrhein..  Fußball-A-Ligist DJK SF Lowick hat Einspruch gegen den 4:1-Sieg des SV Haldern gegen BW Bienen eingelegt. Nach Ansicht des Aufstiegskonkurrenten hätte ein Halderner aufgrund einer fünften Gelben Karte am Pfingstmontag nicht spielen dürfen. „Wir müssen bis zum Samstag schriftlich dazu Stellung nehmen“, bestätigt HSV-Trainer Jürgen Stratmann. Die Crux der Sache: Eigentlich endet die Sperre nach einer fünften Gelben Karte nach einem Pflichtspiel oder nach einer Woche. So schreiben es die Durchführungsbestimmungen des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) vor. Der Einspruch begründet sich aber auf den Verordnungen des übergeordneten Westdeutschen Leichtathletik- und Fußballverbandes. Dort wird in einem Nebenabsatz genannt, dass eine Wochensperre sich verlängert, wenn auf einen Sonntag ein Feiertag folgt.

„Wir sind der Ansicht, dass für uns die Durchführungsbestimmungen des FVN bindend sind“, entgegnet Stratmann. Im DFB-Net sei der Spieler auch nur bis zum 24. Mai als gesperrt und am Pfingstmontag als spielberechtigt vermerkt gewesen, so der Coach, der darüber hinaus im Vorfeld beim Kreis 11 nachgefragt hatte, wann bei einer Sperre „eine Woche“ genau endet. „Dort wurde mir bestätigt, dass dies am gleichen Tag der folgenden Woche um 24 Uhr der Fall ist. Dabei wurden mir auch keine Ausnahmen genannt.“

„Das wäre mir genauso passiert. Es tut mit total leid für die Halderner und ich hoffe, dass sie Recht bekommen“, sagt mit Uli Kley-Steverding der Trainer des Mitkonkurrenten GW Lankern. „Solche unbekannten und unlogischen Sonderregeln, wie wir sie im Pokal ja auch schon erlebt haben, können Mannschaften die harte Arbeit einer ganzen Saison kaputt machen. Man sollte sich beim Verband überlegen, ob das im Sinne des Sports ist.“ Kley-Steverding ergänzt: „Wenn man der Meinung ist, dass auch im Amateurfußball Spieler nach der fünften Gelben Karte einmal aussetzen müssen, dann sollte man sie einfach für das nächste Liga-Spiel dieser Mannschaft sperren und fertig.“