GWL zum Primus, BWD heute in Rees

Tobias Görkes (l.), hier Torschütze gegen Borussia Bocholt, ist mit GW Lankern beim Primus in Lowick zu Gast.
Tobias Görkes (l.), hier Torschütze gegen Borussia Bocholt, ist mit GW Lankern beim Primus in Lowick zu Gast.
Foto: Funke Foto Services

Hamminkeln..  Ein Alleinstellungsmerkmal der hiesigen Fußball-A-Ligisten hat heute der SV BW Dingden (8. Platz/37 Punkte), der zu seinem Nachholspiel um 19.30 Uhr beim SV Rees (15./21) antritt.„Ich denke, dass wir die Niederlage in Biemenhorst gut verkraftet haben, wie man in der Partie gegen Brünen sehen konnte“, so BWD-Trainer Dirk Juch, der mit dem 5:1 zuletzt gegen den Aufsteiger den fünften Sieg im achten Auftritt der Rückrunde gefeiert hatte. „Trotzdem sind wir noch nicht durch, es ist noch alles möglich. Aber wir sind auf einem guten Weg.“

Zum Gegner, bei dem sich seit sechs Spieltagen Niederlagen und Siege abwechseln, sagt Juch: „Sie sind sicherlich auch durch ihre Neuzugänge im Winter stärker als in der Hinrunde. Trotzdem wollen wir dort versuchen, uns in unseren Leistungen weiter zu stabilisieren.“ Am Sonntag geht es für die Dingdener zur Borussia nach Bocholt.

DJK SF Lowick (1./56) - GW Lankern (4./53): „Wir müssen dort mindestens einen Punkt holen, sonst sind wir in Sachen Aufstieg weg vom Fenster“, findet GWL-Trainer Uli Kley-Steverding vor dem Top-Spiel beim Primus. Nach dem turbulenten 3:3 im Verfolgerduell gegen den 1. FC Bocholt II, bei dem der Gast in der Schlussphase dreimal Rot sah, ist bei den Grün-Weißen aber schnell wieder Ruhe eingekehrt. „Wir hatten keine Probleme mit den Bocholtern, aber die mit dem Schiedsrichter. Umso wichtiger war es, dass wir ruhig geblieben sind“, so Kley-Steverding. „Das waren Tatsachenentscheidungen, von denen es in einem Spiel zig gibt. Da kann man eh nichts dran machen.“

Der Lankerner Coach erwartet ein völlig anderes Spiel als gegen Bocholt - was in erster Linie am Untergrund liegen dürfte. „Im Gegensatz zu unserem Kunstrasen wird auf deren Platz Fußball spielen derzeit kaum möglich sein“, sagt Kley-Steverding. „Wir waren ja vor vier Wochen erst dort. Lowick hat unheimliche viele Mannschaften, die da drauf müssen und wir tun uns auf diesem huckeligen Untergrund derzeit sehr schwer.“

Vielleicht helfen die Erinnerungen an das Hinspiel, als die GrünWeißen dem Fusionsklub mit 2:1 eine seiner drei Niederlagen zugefügt hatte. Nach Dennis Wanders hat sich bei GW Lankern allerdings auch Ersatzkeeper Sebastian Busse einen Bänderriss zugezogen. Für ihn ging beim 3:3 im Verfolgerduell gegen Bocholt Ken Buschmann, Reservekeeper der „Dritten“, in den Kasten. „Ihn traf an den Gegentoren keine Schuld. Ob er oder der Torwart der zweiten Mannschaft, Kai Weikamp, am Sonntag spielen, kann ich noch nicht sagen“, so GWL-Trainer Uli Kley-Steverding, der „grob geschätzt“ erst in zwei Wochen wieder mit Stammkeeper Wanders rechnet.

SV Brünen (10./29) - DJK Barlo (12./27): Als „absolut richtungsweisend“ bezeichnet SVB-Trainer Steffen Herden die Heimpartie gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. „Jetzt haben wir zwar die Mannschaften von ganz oben hinter uns. Dafür tun Punktverluste jetzt doppelt weh, weil die Punkte eben ein Konkurrent bekommt.“ Personell gibt es beim Neuling wie so häufig noch einige Fragezeichen. „Ich muss einen guten Mix finden, weil wir einige wirklich noch unfitte Leute nach längeren Pausen haben“, erklärt Steffen Herden. „Aber in so einem Spiel ist auch nicht die Auf-, sondern die Einstellung wichtig. Bei den Bayern haben wir doch alle wieder gesehen, was der Kopf im Fußball ausmachen kann.“