Große Herausforderung für den RV Lippe-Bruch Gahlen

Nicht nur der Hamminkelner Helmut Bergendahl und Ehren's Best Emely hoffen auf einen lange Zeit gut gefüllten Wassergraben im Geländepark.
Nicht nur der Hamminkelner Helmut Bergendahl und Ehren's Best Emely hoffen auf einen lange Zeit gut gefüllten Wassergraben im Geländepark.
Foto: WAZ Fotopool

Schermbeck..  „Der Verein hat wirklich sehr viel getan, damit nichts passiert. Aber es liegt auch an den Reitern“, sagt Jens Hoffrogge vom Gastgeber. An diesem Wochenende richtet der RV Lippe-Bruch Gahlen im Geländepark Hardtberg sein Vielseitigkeitsturnier aus. Angesichts der Temperaturen stehen Pferde, Reiter und auch die Helfer vor nicht zu unterschätzenden körperlichen Strapazen. Hinzu kommt der zusätzliche Aufwand für die Strecke.

„Es wird zweimal täglich auf der gesamten Anlage Wasser gefahren, damit man nicht auf Beton reitet. Der Wassergraben muss in der Nacht zu Samstag wieder neu aufgefüllt werden“, erläutert Hoffrogge. Der erfahrene Reiter erinnert daran, wie wichtig Abkühlung nicht nur für den Menschen ist. „Kalte Wadenwickel holen die Wärme aus dem Pferd, noch besser sind Eisgamaschen. Auch Handtücher zum Nass machen sollte man dabei haben.“ Im Ziel wartet auf die Starter eine Versorgungsstation und ein großer Ventilator zum Trocknen. „Von den Kosten wird das keine schöne Nummer für den Verein, aber diese Maßnahmen sind nötig“, so Hoffrogge.

Sich darauf verlassen, dass das Pferd „meckert“, wenn es nicht mehr geht, könne man nicht. „Es gibt Typen, die sagen: heute nicht. Aber es gibt auch sehr ehrgeizige Pferde, die in solchen Situationen sensible Reiter benötigen“, erläutert Hoffrogge und erinnert an die Möglichkeit der Richter, einen Starter jederzeit aus dem Wettkampf nehmen zu können. „Gefährliches Reiten, wenn Pferde mit ihren Kräften am Ende sind oder kopflos geritten wird, führt zum Ausschluss. Unsere Richter sind erfahren genug und haben das Rückgrat, sofort einzugreifen.“

Christiane Rittmann weist darauf hin, dass auch für die Besucher dem Wetter entsprechende Maßnahmen getroffen wurden: „Wir haben beispielsweise mehr Unterstände, um sich vor der Sonne zu schützen“, so die erste Vorsitzende des Vereins.

Los geht es am Samstag (8 Uhr) mit A- und L-Vielseitigkeiten. Geritten wird bis ca. 18 Uhr. Den Auftakt am Sonntag macht die Qualifikation zum Bundeschampionat für fünfjährige deutsche Reitpferde. Nach zwei weiteren Prüfungen bildet ab 16 Uhr eine L-Vielseitigkeit den Abschluss. Rund 450 Starts sind an der Hardtstraße geplant.