Gonschior-Elf beseitigt die letzten Restzweifel am Klassenerhalt

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Hamminkeln..  Der Hamminkelner SV hat durch ein 3:3 (1:1)-Unentschieden gegen Alemannia Pfalzdorf am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga geschafft. In Feierlaune war HSV-Trainer Jörg Gonschior deswegen jedoch nicht: „Natürlich sind wir erleichtert, dass wir alle theoretischen Restzweifel jetzt beseitigt haben. Allerdings bin ich auch froh, wenn wir an diese Saison den Haken machen können.“

Das Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen Tabellenvorletzten erlebte Gonschior als „Spiegelbild unserer Rückrunde: Vorne nutzen wir die Chancen nicht, und hinten sind wir ungeordnet.“ Zunächst hatte Raik Wittig jedoch nach sechs Minuten die frühe Führung erzwungen, als er den Abschlagsversuch des Pfalzdorfer Torhüters Rene Naß ins Tor lenkte. In der Folge vergaben die Hamminkelner erstklassige Möglichkeiten und wurden dafür durch Marcel Ranfts Ausgleich bestraft (31.). Eine Minute vor der Halbzeit stoppte Simon Bartjes den durchstartenden Wittig kurz vor dem Strafraum – der letzte Pfalzdorfer Spieler sah für die Notbremse die Rote Karte.

In Überzahl brachte Wittig die Hausherren erneut in Führung (48.), und Gonschior glaubte, dass „wir das Spiel nach Hause schaukeln würden“. Der HSV blieb auch dominant, doch Julian Weirathers Abspielfehler und Christoph Zieglers Zögerlichkeit im Tor führten zu Treffern durch Ranft (59.) und Kevin Schiller (82.).

„Das 2:3 hat den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt“, sagte Gonschior, dessen Elf anschließend mit der Brechstange immerhin noch einen Punkt rettete: Peter Hütten lenkte in der Schlussminute Alexander Höppners Flanke glücklich zum Ausgleich über die Linie. „Wir hätten auch mit 9:2 gewinnen können, aber den Wurm werden wir in dieser Saison nicht mehr herauskriegen“, meinte Gonschior.