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Gonschior bleibt, Kinder löst Burghammer als „Co“ ab

21.01.2015 | 16:24 Uhr
Gonschior bleibt, Kinder löst Burghammer als „Co“ ab
Jörg Gonschior wird auch in der kommenden Saison die Kommandos bei der ersten Mannschaft des Hamminkelner SV geben.Foto: Erwin Pottgiesser

Hamminkeln. Jörg Gonschior wird auch in der kommenden Saison die Bezirksliga-Fußballer des Hamminkelner SV trainieren. Einen Wechsel gibt es allerdings neben ihm auf der Bank beziehungsweise hinter seinem Klappstuhl. Für Andreas Burghammer nimmt dort ab dem 1. Juli Jonas Kinder als neuer Co-Trainer Platz.

„Wir wissen, was wir am Jörg haben und freuen uns, dass der mindestens noch ein weiteres Jahr bei uns bleibt“, so Dirk Heikapell, Sportlicher Leiter der Fußball-Abteilung beim HSV. „Wir hätten auch gerne mit dem Andreas weiter gemacht. Aber wir glauben auch, dass wir mit dem Jonas einen guten Nachfolger gefunden haben. Er ist ein Hamminkelner Urgestein und weiß, wie die Uhren hier ticken.“ Als nächstes steht für den HSV-Obmann das Gespräch mit Coach Dennis Reddmann von der B-Liga-Reserve an.

„Eigentlich hatten der Andreas und auch ich bei unserer Übernahme vor zweieinhalb Jahren gesagt, dass wir das bis zum Sommer 2015 machen“, erläutert Gonschior. „Er hat sein Leben so geplant und Familie und Beruf gehen immer vor Hobby. Von daher kann ich seine Entscheidung verstehen. Aber ich sehe unsere Ziele, die wir uns damals gesteckt hatten, nur teilweise erreicht.“

Den HSV trotz der Verbandsreformen mit den zahlreichen Absteigern auf Bezirksebene zu halten, scheint dem Duo auch im finalen Durchgang der Ligenumstrukturierungen zu gelingen. „Wir sind noch nicht durch. Aber es sieht zu diesem Zeitpunkt deutlich besser aus als im letzten Jahr, was natürlich auch die Gespräche mit den Spielern vereinfacht“, so Gonschior, der mit den Grün-Weißen nach der Hinrunde mit elf Zählern Abstand auf die Abstiegsränge auf Rang drei überwintert.

Nur teilweise zufrieden ist der 54-Jährige dagegen mit dem Prozess, die Mannschaft zu verjüngen. „Wir haben mit Tom Wirtz, Niklas Hollenberg oder Alex Höppner, der erst in seinem zweiten Jahr bei uns richtig durchgestartet ist, gute Beispiele dafür, dass es möglich ist. Aber die Abgänge von Jan Rother und Hendrik Diepmanns im Sommer waren für dieses Vorhaben Rückschritte“, so Gonschior.

Auch die Förderung und Unterstützung der Jugendabteilung habe in seinen Augen noch Luft nach oben. „Wir bieten einmal im Monat ein gezieltes Fördertraining an, da wären wir gerne schon einen Schritt weiter“, so der HSV-Coach. „Wir würden natürlich noch lieber mehr mit eigenen Talenten arbeiten. Aber man muss klar sehen, dass das nur möglich ist, wenn diese Talente auch vorhanden sind. Und in diesem Sommer werden wir keinen Spieler aus der A-Jugend zur ersten Mannschaft holen können.“

Sehr froh ist der Chefcoach über die Lösung in Sachen Co-Trainer. „Wir sind zwar alle sehr traurig, dass der Andreas aufhört – auch wenn er dem Verein lose verbunden bleiben möchte und vielleicht in Notsituationen auch mal eine Einheit leiten würde. Aber die bedrückte Stimmung in der Mannschaft darüber wurde deutlich aufgehellt, als wir den Jonas als seinen Nachfolger vorstellten.“

Ebenso wie Burghammer (37) kickte auch Kinder viele Jahre in der ersten Mannschaft des HSV und trug dort lange die Kapitänsbinde. Allerdings beendete der 30-Jährige seine aktive Karriere im vergangenen Sommer deutlich früher. „Er bringt alles mit: fußballerischen Sachverstand, eine gute Ansprache und 100 Prozent HSV“, so Gonschior über den Sport- und Mathematiklehrer. „Das passt wie die Faust aufs Auge.“

Kinder hatte seine Schuhe aus familiären Gründen so früh an den Nagel gehängt. „Aber gerade das Zusammengehörigkeitsgefühl habe ich schon vermisst. Von daher habe ich mich sehr gefreut, als der Jörg angerufen hat. Ich musste nicht lange überlegen, zumal ich viele Spieler ja noch gut kenne“, so der künftige Co-Trainer, der aber über die eigentliche Ursache für seinen Einstieg ebenfalls nicht glücklich ist: „Andreas Burghammer war und ist sportlich wie menschlich ein absoluter Glücksfall für den Verein. Ich finde es sehr schade, dass er aufhört.“

Positive Signale vom Spielerpersonal

„Ich habe schon viele Gespräche geführt und nur positive Rückmeldungen bekommen“, geht Coach Jörg Gonschior davon aus, dass der Hamminkelner SV in der kommenden Saison mit einem ähnlichen Kader wie in dieser Spielzeit planen kann. Auch in Sachen Neuzugänge ist der Bezirksligist aktiv. „Aber da werden wir erst in vier bis sechs Wochen Vollzug melden können.“ Bereits für die Rückrunde planen kann der HSV mit Neuzugang Mohamed Baydoun (SV 08/29 Friedrichsfeld).

Andreas Nohlen

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Gonschior bleibt, Kinder löst Burghammer als „Co“ ab
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2015-01-21 16:24
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