Freude pur statt Druck beim SV Schermbeck

Neuzugang für den Defensivbereich: Patryk Niedzicki (rechts) schließt sich zur neuen Saison dem SV Schermbeck an. Er kommt vom DSC Wanne-Eickel, dem Klub des Ex-SVS-Trainers Martin Stroetzel.
Neuzugang für den Defensivbereich: Patryk Niedzicki (rechts) schließt sich zur neuen Saison dem SV Schermbeck an. Er kommt vom DSC Wanne-Eickel, dem Klub des Ex-SVS-Trainers Martin Stroetzel.
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Was wir bereits wissen
Die Saison biegt in die Zielgerade ein. In den noch drei Spielen will Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck Platz zwei verteidigen. Sonntag geht es nach Clarholz.

Schermbeck..  Noch 270 Minuten trennen den Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck von einem Entscheidungsspiel Richtung Oberliga Westfalen. Allerdings sollte sich der Tabellenzweite neben zwei Siegen höchstens ein Remis erlauben, um den Verfolger Preußen Münster II auf Distanz zu halten. Eine Drucksituation gebe es deshalb aber nicht, meint Christoph Schlebach. „Wir freuen uns auf das, was wir erreichen können. Wir können nur gewinnen, denn nicht wir, sondern Münster will unbedingt aufsteigen“, sagt der Trainer. Die erste der drei finalen Aufgaben führt den SVS am Sonntag (15 Uhr) zum Zwölften Victoria Clarholz. Einem Team, das mit Andreas Dreichel (18 Treffer) den erfolgreichsten Torjäger der Westfalenliga in seinen Reihen weiß.

„Für diese Klasse ist er eine Rakete, ich habe enormen Respekt vor ihm“, sagt der Coach. Schlebach misst den Gastgeber nicht am Tabellenstand, eher an einzelnen Ergebnissen. Beim Spitzenreiter und designierten Oberligisten SC Paderborn 07 II verlor die Victoria gerade mal mit 2:3, bezwang danach Fichte Bielefeld mit 2:1. Aber auch eine 0:5-Heimschlappe gegen Heiden gehört zur jüngeren Vergangenheit. „Clarholz ist für mich die Wundertüte der Liga, man kann sie nur schlecht einschätzen“, findet denn auch Schlebach.

Wesentlich einfacher fiel ihm da schon die Bewertung des eigenen 3:2-Erfolgs gegen TuS Dornberg. „Da hat einiges nicht gestimmt, auch das Umschaltverhalten von Offensive auf Defensive“, moniert er. Dies habe er auch im Training angesprochen, die Schwachpunkte seien von den Kickern jedoch nicht als so gravierend empfunden worden. „Die Mannschaft hat sich mehr an dem 3:0 zur Pause orientiert“, erzählt der 47-Jährige. Eines ist für ihn aber sicher: „In Clarholz müssen wir eine ganz andere Leistung abliefern.“

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Dabei vertraut Christoph Schlebach der knapp siegreichen Truppe des Pfingstmontags. Der zuletzt erkrankte Raphael Niehoff stößt wieder zum Kader, Max Bönighausen und Mirko Urban fehlen weiterhin. Beide wollen nach ihren Blessuren nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Mit Patryk Niedzicki hat der SVS nach Kilian Niewerth den zweiten Neuzugang perfekt gemacht. Der 19-Jährige kommt vom Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel, den der Ex-SVS-Trainer Martin Stroetzel noch bis zum Saisonende betreut. „Niedzicki ist in der Defensive variabel einsetzbar, auch Martin Stroetzel hält große Stücke von ihm“, erzählt Christoph Schlebach. 27 Einsätze hat der Youngster absolviert, einen Treffer erzielt.