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Feiler wechselt das Dress

28.01.2011 | 17:39 Uhr

Wesel.Maximilian Feiler ist zur Untätigkeit verurteilt. Seit November macht der Sieger des Lippe-Issel-Cups Laufpause. Sein Knie ist entzündet. Mit Kortison-Spritzen soll es besser werden. Über die Weihnachtstage hat es sich Feiler daher gutgehen lassen.

„Fünf bis zehn Kilo habe ich bestimmt zugenommen“, sagt er. Die sollen bis zum Saisonstart wieder runter. „Dafür wird schon mein Trainer Karsten Kruck sorgen“, erklärt Feiler und verrät: „Ich bin nun auch offizielles Mitglied beim LC Duisburg.“

Seinem bisherigen Verein, dem SV Hamminkeln, kehrt der 27-jährige Sportstudent den Rücken, jedoch nicht ohne sich bei Abteilungsleiter Thomas Wingerath für die erfolgreichen Jahre zu bedanken. „Wir sind absolut im Guten auseinandergegangen. Ich sehe in Duisburg einfach die Chance, mich läuferisch weiterzuentwickeln.“ Wingerath selbst befürwortet Feilers Wechsel. „Er läuft im Bereich von 34 Minuten über 10 Kilometer. Da ist es für uns schwer, ihm ein interessantes Training zu bieten.“

In einem Team mit „Lokomotive“ Karsten Kruck (33) und Karol Gruneberg (26) will sich Feiler im Jahr 2011 zu neuen Bestleistungen pushen. Dreimal in der Woche geht es für den Weseler bald zum Tempotraining ins Leichtathletik-Stadion in Duisburg-Wedau. Regenerationsläufe um den Auesee ergänzen das Programm. „Ich hoffe, mein Knie spielt dann wieder mit“, sagt Maximilian Feiler. „Bis dahin gebe ich mit 30 Kilometern in der Woche zufrieden.“

Die spult der Aushilfslehrer des Konrad-Duden-Gymnasiums auch mit seinen Schülern ab. In der Lauf-AG spornt er den Sport-Leistungskurs zu erstaunlichen Leistungen an. „Da sind richtig gute Läufer dabei. Vielleicht habe ich bald ein paar junge Konkurrenten mehr bei den Läufen in der Region.“

Wiesellauf-Rekord im Visier

Aufgeben will Feiler diese nämlich auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil hat er sich vor allem für die Rennen in seiner Heimat große Ziele gesteckt. „Klasse wäre es, wenn Karsten, Karol und ich den Rekord beim Dreiwiesellauf im Sommer verbessern könnten.“ Ebenso steht die Titelverteidigung beim Lippe-Issel-Cup auf Feilers Laufplan. Damit nimmt er auf jeden Fall an den Rennen in Schermbeck, Drevenack und Hamminkeln teil. „Auch den Hanse-Citylauf lasse ich mir nicht entgehen“, sagt Feiler, der sich in Wesel und Umgebung absolut wohl fühlt. So wird er im Sommer beim zweiten Triathlon am Auesee wieder ins Wasser steigen und versuchen, auf der Laufstrecke seine Schwächen beim Radfahren auszugleichen. „Einer muss Mareen Hufe ja Druck machen“, sagt Feiler schmunzelnd.

Ob dies sein Trainer Karsten Kruck so gerne sieht? Immerhin stehen im Sommer auch NRW-Crossmeisterschaften und die Kurzstrecken (1500 bis 5000 Meter) auf der Bahn an. Ein strammes Programm, das Maximilian Feiler im Jahr 2011 vor sich hat. Nebenbei stehen auch noch sein Abschluss an der Universität Essen sowie der Start ins Referendariat an. „Am liebsten würde ich am KDG bleiben“, verrät Feiler, dem ein Wechsel aus der gewohnten Umgebung reicht.

So ganz kann sich der frisch verlobte auch auf den Laufstrecken noch nicht von der Heimat trennen. Zumindest das Aufbau-Programm nach seiner Knieverletzung wird er noch mit den ehemaligen Vereinskollegen des SV Hamminkeln abspulen. „Und wenn er einmal zurückkommen will, bleibt die Tür natürlich offen“, sagt Thomas Wingerath. „Immerhin ist in der kurzen Zeit, in der Max beim HSV war, auch eine Freundschaft entstanden.“

Im Jahr 2010 hat sich Max Feiler auf seinen drei Strecken verbessert. Über 5 Kilometer drückte er seine Bestzeit gar um mehr als eine Minute auf 15:50 Minuten. Die 10 Kilometer-Strecke lief Feiler in 33:40 Minuten, den Halbmarathon (21 Kilometer) bewältigte er in 1:14 Stunden.

Cai-Simon Preuten

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