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Erste Niederlage seit Nikolaus

05.04.2010 | 21:14 Uhr

Schermbeck.Die Bäume wachsen auch für den SV Schermbeck nicht in Richtung Himmel. Im siebten Rückrundenspiel hat es nun die NRW-Liga-Kicker erwischt. Bei Germania Windeck kassierte die Elf von Trainer Martin Stroetzel mit 0:2 (0:0) ihre erste Pflichtspiel-Niederlage seit dem 6. Dezember (0:4 bei Fortuna Köln).

In der Tabelle hat dies für den SVS allerdings keinerlei Auswirkungen: Das Team liegt weiterhin über dem Strich, die Konkurrenz rückte jedoch wieder ein bisschen näher.

Dass die schönste Serie einmal reißen würde, dies war für Martin Stroetzel kein Beinbruch. Zumal gegen eine Mannschaft wie Germania Windeck. „Wenn man beim Tabellenzweiten mal 0:2 verliert, davon geht die Welt nicht unter. Wir müssen doch die Kirche im Dorf lassen“, meinte der Schermbecker Coach nach dem Abpfiff. Dabei gestand er jedoch ein, dass seine Elf nicht das Niveau der letzten Auftritte hatte auf den Platz bringen können.

„Windeck war uns körperlich überlegen und auch zweikampfstärker“, analysierte der 44-Jährige. Als Achillesferse der Schermbecker erwies sich die rechte Seite. Die Lücke, die der gegen Speldorf mit einer Leistenblessur ausgeschiedene Christof Konowski hinterließ, war von Drazen Savic nicht zu schließen. Und da Yakup Köse in der Rückwärtsbewegung auch nicht seine größten Stärken besitzt, „haben wir zu viel zugelassen“, so Stroetzel. Nach 35 Minuten brachte er für Köse Nedim Djuliman. „Eine rein taktische Auswechslung“, erklärte der Coach.

So brachte der SVS auch dank zweier Glanzparaden von Schlussmann Christoph Müller ein respektables 0:0 in die Pause. Dieses Ergebnis sollte dann aber nicht mehr lange Bestand haben. Einen Freistoß aus 16 Metern setzte David Müller zum Führungstreffer der Gastgeber ins Netz (47.). „Das Tor fiel viel zu früh“, ärgerte sich Stroetzel.

Nur wenig später musste er Mykola Makarchuk wegen muskulärer Probleme durch Ervin Kalender ersetzen (50.). Die Maßnahme, Stefan Zepanski nach vorne zu beordern, brachte diesmal nichts ein. Daniel Grebe machte mit dem 2:0 alles klar (75.).

Bis dahin hatte Christoph Müller den SVS im Spiel gehalten. „Er war überragend“, lobte sein Trainer Martin Stroetzel.

Ralf Pollmann

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