Eine „Weltreise“ zu Ehren von Jutta Kerski

Ein buntes Bild bot sich Jutta Kerski, als sie die Halle Nord betrat. Die Rollkunstlauf-Abteilung hatte zu ihrem 80. Geburtstag eine Weltreise als Schaulaufen auf die Beine gestellt.
Ein buntes Bild bot sich Jutta Kerski, als sie die Halle Nord betrat. Die Rollkunstlauf-Abteilung hatte zu ihrem 80. Geburtstag eine Weltreise als Schaulaufen auf die Beine gestellt.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Die Rollkunstlauf-Abteilung der GS Wesel hatte sich einiges einfallen lassen zum 80. Geburtstag von Jutta Kerski. Eine Weltreise stand an.

Wesel..  Jutta Kerski ahnte nichts. Ein bisschen hatte sich das Trainer-Urgestein der Rollkunstläufer von der Gymnastik-Schule Wesel (GSW) gewundert, warum um die Weihnachtszeit kein Schaulaufen des Vereins geplant war. Schließlich hatte das doch zuletzt immer im Rhythmus von zwei Jahren stattgefunden und war stets ein voller Erfolg gewesen. Anfang vergangener Woche veröffentlichte Abteilungsleiterin Walburga Kalus einen Flyer auf der Facebook-Seite des Klubs – ein Paukenschlag für Jutta Kerski, als sie ihn gelesen hatte. Anlässlich ihres 80. Geburtstages luden die Rollkunstläufer zum Schaulaufen unter dem Motto „Weltreise“ ein. Sie war baff.

Doch das war nicht die einzige Überraschung. Als Jutta Kerski am Samstag die bunt geschmückte, mit vielen Länderflaggen versehene Sporthalle am Schulzentrum Nord betrat, blickte sie in zahlreiche bekannte Gesichter. Walburga Kalus und andere Verantwortliche des Vereins hatten über alle verfügbaren Kommunikationswege versucht, möglichst viele „ehemalige“ Rollkunstläufer ausfindig zu machen, die die rüstige Übungsleiterin über die Jahre trainiert und ausgebildet hat. Über 100 Gäste folgten dem Aufruf der Gymnastik-Schule und versammelten sich an der alten Wirkungsstätte.

„Viele Gesichter haben sich über die Jahre natürlich verändert, doch ich habe fast alle Schüler wiedererkannt. Ich hab mich riesig gefreut. Es war eine tolle Überraschung“, sagte Kerski, die nach dem Schaulaufen noch bis spät in den Abend mit ihren ehemaligen Schützlingen über alte Zeiten plauderte. Über Meisterschaften und internationale Turniere konnte sie sich mit einigen Wertungsrichtern unterhalten, die ebenfalls anlässlich ihres Geburtstags gekommen waren.

Marmor, Stein und Eisen

Walburga Kalus war federführend für das Geschenk verantwortlich. Bei ihr liefen alle Fäden zusammen. „Wer über 60 Jahre für den Verein tätig ist und so wertvolle Arbeit geleistet hat wie Jutta, der hat sich so eine Überraschung einfach verdient“, sagte Kalus. Seit 1956 arbeitet Kerski als Trainerin bei der GSW, ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Pflichtelementen. Sie war auch viele Jahrzehnte Abteilungsleiterin, wie lange, das weiß sie selbst nicht mehr genau.

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Die gesamte Abteilung arbeitete seit vergangenem Sommer intensiv an dem Geschenk. Zuerst musste eine Rahmengeschichte um das Motto Weltreise konstruiert werden. Schnell wurden die Verantwortlichen fündig und bedienten sich der weiblichen Figur Monique Laroche aus dem Film „In 80 Tagen um die Welt“, eine Künstlerin, die sich missverstanden fühlt und auf einer Weltreise Inspiration erhofft.

Gespielt wurde die Monique von Trainerin Denise Boymann, die zusammen mit ihren Übungsleiter-Kolleginnen Eike Hoppstock und Yvonne Schmidt die verschiedenen Darbietungen für die fünf Trainingsgruppen der Rollkunstläufer, die entweder ein Land oder Kontinent präsentierten, kreiert hatte „Zusätzlich mussten wir noch die Musik schneiden und zahlreiche Kostüme basteln. Aber wir konnten auf die Unterstützung der Eltern bauen“, freute sich Kalus. Zum Abschluss nach der rund zweistündigen Show gab’s von den Gästen noch ein Geburtstags-Ständchen für Jutta Kerski zur Melodie von Marmor, Stein und Eisen.