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Eine Japanerin drillt Dancing Rebels

09.02.2012 | 17:33 Uhr
Eine Japanerin drillt Dancing Rebels

Schermbeck.Überraschen mit Alltäglichem – die Dancing Rebels des TC GW Schermbeck beginnen ihre Rückkehr in die 2. Bundesliga mit einem mutigen Konzept. „So etwas habe ich noch nie im Jazz- and Modern-Dance-Bereich gehört“, sagt Maren Hegerring, Tänzerin der grün-weißen Vorzeige-Formation.

Die neue Choreographie „I question mark“ verarbeitet alltägliche Klänge, etwa einfahrende U-Bahnen und Straßengeräusche. „Für viele Richter und Zuschauer werden unsere Auftritte überraschend sein“, vermutet Hegerring. Das eigene Publikum spendete dem Aufsteiger bei der Präsentation aller Formationen jedenfalls schon großen Applaus.

Mit diesem Schwung wollen die Dancing Rebels am 3. März nach einem Jahr Bundesliga-Abstinenz in die Saison starten. „Wir finden uns im Stil wieder und haben mehr Power als im letzten Jahr“, meint Hegerring. Optimistische Töne nach einer langen und intensiven Vorbereitung. Sebastian Spahn, der seit Anfang des Jahres nordrhein-westfälischer Verbandstrainer ist, entwickelte die Choreographie zu der Musik von Wade Robson und holte als Trainerin Sonoko Kamimura mit aufs Parkett. Seine Kommilitonin von der Rotterdamer Dance-Academy gab den Schermbeckerinnen vor allem Ballett-Unterricht. „Sie drillt richtig und hat uns gepusht“, erzählte Maren Hegerring. „Schade, dass sie im Mai wieder nach Japan geht. Sie ist eine gute Persönlichkeit und Tänzerin.“

Das Bedauern über die Rückkehr der Asiatin in ihre Heimat klingt auch aus Eva-Maria Zimprichs Stimme. Die Grün-Weiß-Vorsitzende sieht ihre Dancing Rebels auch dank Kamimura auf einem guten Weg: „Wir wollen uns wieder in der 2. Bundesliga etablieren und vielleicht sogar vorne mitmischen.“

Rockige Klänge

Ein ähnliches Ziel verfolgt Avalanche in der Landesliga. Nach Platz vier im letzten Jahr könnte es noch etwas nach oben gehen, denn Zimprich attestiert der zweiten Schermbecker Formation, einen „Sprung“ gemacht zu haben. Dazu trugen auch aufgerückte Tänzerinnen der in den letzten Jahren sehr erfolgreichen Amianto-Mannschaft bei. Rock-Klänge untermalen die neue, wuchtige Avalanche-Choreographie „65daysofstatic“.

Einen kleinen Umbruch hat Amianto in der Jugend-Verbandsliga zu verkraften. In neuer Zusammenstellung haben die Talente zu der Musik „Liberation“ aus dem Film „127 hours“ jedoch wieder die deutsche Meisterschaft im Visier. 2011 tanzten sich die Grün-Weißen dort auf einen starken zehnten Platz. Diesmal wollen sie die Wertungsrichter als geschmeidige Einbrecherinnen überzeugen.

Sanft und leicht kommt Cocoonswing daher. Die acht Tänzerinnen im Alter von zehn bis 14 Jahren vertanzen in der Jugend-Landesliga das Thema „Malen“ und zaubern ihre ganz persönlichen „Traumbilder“ auf die Fläche. Calidez geht in diesem Jahr als eine Gruppe von Tanzrobotern in der Kinderliga an den Start. Dass ab und an die Batterie schwächelt, ist Teil der Choreographie, die der Nachwuchs mit seinen Trainerinnen Judith Pollmann und Annika Friedrich erarbeitete.

Niklas Preuten

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