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Ein Stefan Schröder reicht nicht

15.11.2009 | 22:17 Uhr

Schermbeck. Tristesse pur! Ein typischer Fußball-Nachmittag im November: Ständiger Regen während der 90 Minuten, ein schwer zu bespielender Rasen am Essener Uhlenkrug und eine Darbietung, die in der ersten Halbzeit sicherlich kein NRW-Liga-Niveau besaß.

Dass die Fans der heimischen Schwarz-Weißen ihre Elf sogar mit vereinzelten Pfiffen in die Pause verabschiedeten, hätte dem SV Schermbeck eigentlich Mut geben können. Doch von einem eigenen Treffer war das Schlusslicht auch in der zweiten Hälfte meilenweit entfernt. Mit 0:2 (0:0) gab es vollkommen verdient die zehnte Niederlage in dieser Saison, die nur dank Keeper Stefan Schröder im Rahmen blieb.

„Die Mannschaft hat kämpferisch alles abgerufen, aber Essen war einfach die bessere Mannschaft”, analysierte Martin Stroetzel. Der Trainer hatte gegenüber der letzten Partie mit einer personellen Veränderung aufgewartet: Statt Stefan Zepanski verteidigte Sebastian Hahn auf der linken Seite der Viererkette.

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Kein Glücksbringer

Eigentlich hatte sich Michael Benninghoff, Sportlicher Leiter beim SVS, aufgrund zuletzt schlechter Erfahrungen vorgenommen, Auswärtsspiele nicht mehr zu besuchen. „Dann haben wir immer verloren”, so Benninghoff. Trotzdem war er am Essener Uhlenkrug und wagte zur Pause eine Prognose: „In der 85. Minute wird Stefan Zepanski eingewechselt und der köpft das 1:0.” Doch der „Lange” kam bereits in Minute 66 – und 60 Sekunden später fiel das 0:1, per Kopf!

Und in den ersten 45 Minuten sah dies in der Defensive auch recht ordentlich aus. Nach einer 15-minütigen Drangperiode der Essener mit Chancen von Ozan Yilmaz (6.) und Niklas Schweer (9.) bekam der SVS die umständlicher werdenden Angriffsbemühungen der Platzherren in den Griff. Doch die eigene Offensive erwies sich als nicht einmal laues Lüftchen. Seyit Ersoy und Tuncay Turgut rieben sich meist allein gelassen vorne auf. Nur einmal blitzte so etwas wie Gefahr auf: Nachdem sich Turgut den Ball erkämpft hatte, schickte er in einer 2:2-Situation Ersoy, doch ein Abwehrbein grätschte so gerade dazwischen (36.).

Ansonsten mussten sich die mitgereisten Schermbecker Anhänger bis zur 53. Minute gedulden: Dann gab es aus spitzem Winkel den ersten SVS-Torschuss durch Sascha Siebert, der aber eine leichte Beute für ETB-Keeper Tobias Ritz wurde. Sein Pendant Stefan Schröder hatte sechs Minuten zuvor mit einer Glanparade den Kopfball von Sebastian Westerhoff entschärft.

Auch in der Folgezeit sollte der 27-Jährige gegen nun zielstrebigere Gastgeber immer wieder im Mittelpunkt stehen. Dabei hatte er auch das Glück beim vermeintlichen Wembley-Tor durch Kamil Bednarski auf seiner Seite (55.). Immer wieder hechtete Schröder dazwischen, entschärfte beste Chancen. Nach einem Fehler von Christof Konowski war er dann aber gegen Heinrich Losing chancenlos (67.). Ramiz Pasiov machte alles klar (84.) in einer in der zweiten Halbzeit einseitigen Begegnung.

Nun liegen bereits zehn Punkte zwischen dem Tabellenletzten aus Schermbeck und dem rettenden Ufer.

Ralf Pollmann

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Kommentare
16.11.2009
09:06
Ein Stefan Schröder reicht nicht
von st.spiegel | #1

Wie lange will der Verein noch auf den Neuanfang warten ? Zehn Punkte Rückstand sind nicht mehr aufzuholen. Strötzel raus und endlich frisches Blut in den Verein !

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