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Ein Spieltag wie gemalt

15.03.2009 | 22:19 Uhr

PSV LACKHAUSEN – 08/29 FRIEDRICHSFELD 3:1. Spitzenreiter Bocholt verliert in Rhede. Meyer, Güzel und Kiewitz treffen.

Wesel. Das war der zweite Spieltag in der Fußball-Bezirksliga in diesem Jahr, der für den PSV Lackhausen wie gemalt ausfiel. Natürlich haben auch die Grün-Weißen wieder ihren Teil dazu beigetragen, sie besiegten zu Hause den Mitkonkurrenten SV 08/29 Friedrichsfeld in einem phasenweise hochklassigen Spiel nicht unverdient mit 3:1 (1:1).

Spitzenreiter Borussia Bocholt dagegen weist nach seiner 0:2-Niederlage in Rhede noch vier Punkte Vorsprung auf die Weseler aus, hat aber bereits vier Partien mehr bestritten. Die Friedrichsfelder rangieren mit zwei Partien mehr, aber drei Punkten weniger hinter dem PSV auf Platz drei.

„Es war das erwartet schwere Spiel und ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen”, erklärte ein sichtlich erleichterter PSV-Trainer Franz Raschid nach dem Abpfiff. „Das Spiel hätte auch 4:4 oder 4:1 für Friedrichsfeld ausgehen können. Aber letztlich haben wir die Tore gemacht. Dieser Sieg war auch psychologisch enorm wichtig. Ich hoffe, dass wir jetzt im Tritt sind.”

Viel Spaß hatten die gut 350 Zuschauern am Molkereiweg an der ersten Hälfte, in der es rauf und runter ging und Torszenen in Hülle und Fülle gab. Die Trainer dagegen waren mit dem Gezeigten nicht ganz so einverstanden, denn beide Defensivreihen offenbarten doch zahlreiche Lücken.

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Lockerer Schiri

In einem Spiel, in dem es für beide Parteien vor zahlreichen Zuschauern um viel ging, nahm Schiedsrichter Carsten Richter mit seiner lockeren und kommunikativen Art die Hektik aus den Aktionen. Der Lohn: Der gute Referee kam mit lediglich zwei Verwarnungen aus.

Während auf der einen Seite PSV-Keeper Patrick Erhart einen grandiosen Tag erwischte und alles hielt, was zu halten war, sollten seine Vorderleute auf der anderen Seite insgesamt dreimal am Aluminium scheitern.

Wie es richtig geht, demonstrierte der bärenstarke PSV-Kapitän David Meyer mit einem Solo-Lauf aus der eigenen Hälfte heraus, wie ihn die Bezirksliga wohl nur selten zu sehen bekommen hat. Nachdem der Verteidiger vier Friedrichsfelder wie die oft zitierten Slalomstangen stehen gelassen hatte, schob er zum 1:0 für die Platzherren ein (13.).

Michael Pasinski (21.) und Dennis Kiewitz (36./41.) hätten für die Vorentscheidung sorgen können, aber allesamt trafen nur das Aluminium.

Doch auch die Friedrichsfelder hatten viele gute Möglichkeiten, von denen ein abgefälschter Schuss von Andreas Gnielka den chancenlosen Erhart schließlich zum 1:1 überwand (32.).

Nach dem Seitenwechsel lief es auf beiden Seiten nicht mehr so flüssig. So musste für das 2:1 ebenfalls ein unhaltbar abgefälschter Schuss von Kadir Güzel herhalten (57.). In der Schlussphase brannte es in beiden Strafräumen des öfteren wieder lichterloh. Für die Entscheidung sorgte schließlich Mittelstürmer Dennis Kiewitz, der nach seinem Pech in Hälfte eins einen Konter zum 3:1-Endstand abschloss (85.).

Am Sonntag geht's für den PSV Lackhausen zum Derby nach Hamminkeln.

PSV: Erhart; Meyer, Kirsch, Grimm, Pasinski, Güzel, Kiewitz, Vieira (72. Ecker), Giesen (87. Juwig), Schild (64. Tuncel), Sürek.

Andreas Nohlen

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