Ein Sieg, sonst droht PSV Lackhausen die Strafrunde

Möglicherweise zum letzten Mal engagiert an der Seitenlinie des PSV: Roger Rütter. Bei einem Sieg über Rellinghausen endet seine Zeit bei den Lackhausenern, ansonsten droht die Relegation als „Verlängerung“.
Möglicherweise zum letzten Mal engagiert an der Seitenlinie des PSV: Roger Rütter. Bei einem Sieg über Rellinghausen endet seine Zeit bei den Lackhausenern, ansonsten droht die Relegation als „Verlängerung“.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Fußball-Landesligist PSV Lackhausen hat es selbst in der Hand: Siegt die Elf am letzten Spieltag gegen Rellinghausen, dann gibt es keine Relegation und Trainer Roger Rütter hätte einen gelungenen Abschluss.

Wesel..  Am Sonntag endet beim PSV Lackhausen eine Ära, so lautet zumindest der Plan. Die Grünen (8. Platz/36 Punkte) empfangen im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga am letzten Spieltag den ESC Rellinghausen (5./43). Gecoacht werden sie dabei zum letzten Mal von Roger Rütter – falls nicht doch noch zwei Relegationspartien dazukommen.

„Wir haben es selbst in der Hand – fertig“, sagt der 40-Jährige, der beim Postportverein als Spieler und Trainer alle Jugendmannschaften, die Reserve und nun fünf Jahre die erste Mannschaft durchlaufen, beziehungsweise in seiner Verantwortung hatte. „Ich denke, dass wir uns alle hier einen positiven Abschluss wünschen. Wir sind in der besseren Ausgangslage, das müssen wir nutzen.“

Diese Ausgangslage besagt: Gewinnt der PSV, können der VfB Speldorf (35) zu Hause gegen den VfL Rhede und die Sportfreunde Niederwenigern (34) zu Hause gegen den abgestiegenen VfB Bottrop spielen wie sie wollen, die Weseler wären durch. Doch bereits bei einem Remis wären die Hansestädter voll involviert in die Suche nach dem einen Team, das in die Relegation muss. Das Torverhältnis von minus neun spricht gegen den PSV.

„Selbst wenn wir in die Strafrunde müssten, wäre ich sehr optimistisch, dass wir es schaffen“, sagt Rütter. Doch soweit soll es nicht kommen, der PSV will noch einmal seine Heimstärke unter Beweis stellen. In der Rückrunde haben die Weseler mehr Zähler als Rellinghausen geholt. Trotzdem war bis letzte Woche sogar der direkte Abstieg noch ein Thema. „Wir haben die ersten fünf, sechs Spiele verpennt und rennen diesen fehlenden Punkten hinterher“, sagt Rütter.

Dabei rechnet der PSV-Trainer nicht damit, dass der Gast „einen Gang zurückschaltet“. Die Erfahrungen der letzten Wochen mit den mühsamen 1:0-Arbeitssiegen gegen die Absteiger aus Königshardt und Bottrop sind ihm in bester Erinnerung. „Vielleicht kommt Rellinghausen auch extra motiviert zu uns. Und trotzdem liegt es nur an uns, ob wir am Sonntag die letzten fehlenden Punkte für den direkten Klassenerhalt holen.“

Roger Rütter vom Fussball bedient

Mit dem Selbstvertrauen von sechs Siegen in den letzten acht Partien sowie in der Rückrunde zu Hause erst zwei Zähler nicht eingefahren zu haben (2:2 gegen den FSV Duisburg), können die Platzherren auflaufen. Zudem hat der Trainer personell bis auf die Langzeitausfälle alle Mann an Bord. Gegenüber dem Erfolg in Bottrop wäre nach seiner Gelbsperre auch Viktor Klejonkin eine Option. Der 25-Jährige war bis dato in der Rückrunde als Offensivkraft gesetzt. Zum letzten Mal vor seinem Wechsel nach Hönnepel-Niedermörmter dürfte Sebastian Kaiser den Kasten hüten .

Das Hinspiel hatte der PSV mit 1:5 verloren. Doch das war auf Kunstrasen und die Weseler längst nicht so gefestigt, wie sie mittlerweile wieder auftreten. Einen dieser in der Rückrunde überwiegend positiven Auftritte benötigen sie noch, um eine Ära beim PSV Lackhausen positiv zu beenden.