Ein Seyit Ersoy reicht nicht
22.03.2009 | 19:19 Uhr 2009-03-22T19:19:00+0100Germania Dattenfeld - SV Schermbeck 1:1. Allein der kleine Stürmer überzeugt den Trainer des Fußball-NRW-Ligisten Martinn Stroetzel. ein Kopfballtreffer reicht aber nicht zum erhofften Dreier.
Schermbeck. Zufriedenheit sieht anders aus. „Wenn man mit 1:0 führt, muss man sich anders präsentieren, dann muss man brennen”, monierte Martin Stroetzel. Einverstanden war der Trainer des abstiegsbedrohten NRW-Ligisten SV Schermbeck allein mit den ersten 25 Minuten beim 1:1 (1:0) als Gast von Germania Dattenfeld. Damit sind die SVS-Kicker auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht. Bereits am Mittwoch geht der Kampf um den Klassenerhalt zu Hause mit dem Nachholspiel gegen den Delbrücker SC weiter.
In Dattenfeld hatte der Coach komplett auf den Matchwinner des Hinspiels, Mathias Pfände, wegen einer Grippe verzichten müssen. Auch Tim Woberschal (Knieprobleme) musste passen. So bildeten Daniel Bertram und Seyit Ersoy das Sturmduo.
Vor allem Ersoy überzeugte dabei den Übungsleiter. „Er läuft und rackert für fünf Mann, da könnten sich vier, fünf Akteure mal ein Beispiel nehmen”, so der 43-Jährige. Und der kleine Ersoy war es auch, der nach einem Freistoß von Sascha Siebert erneut per Kopf die Schermbecker mit 1:0 in Führung brachte (14.).
SVS: Schröder; Konowski, Hahn, Tural, Talaga, Nawatzki, Makarchuk, Siebert (46. Djuliman), Kiral (65. Basol), Ersoy, Bertram (90. Jansen).
Tore: 0:1 Ersoy (14.), 1:1 Glowacz (52.).
Zuschauer: 200.
Rund zehn Minuten später gehörte die SVS-Überlegenheit aber schon wieder der Vergangenheit an. „Ich habe nur noch blau gesehen und gedacht, die wären mit zehn Mann mehr auf dem Platz”, ärgerte sich Martin Stroetzel. Vor dem Seitenwechsel schlugen die Platzherren daraus aber kein Kapital mehr, vielmehr hatte Sebastian Hahn das 2:0 auf dem Fuß. Doch sein Versuch strich übers Germania-Gehäuse (43.).
Zur Pause blieb Sascha Siebert mit einer „angehenden Verletzung” (Stroetzel) draußen. Nedim Djuliman kam für den 31-Jährigen. Besser wurde der Kick jedoch nicht, eher im Gegenteil. „Vom fußballerischen Niveau war das grausam”, meinte Stroetzel. Zu alllem Überfluss markierte dann auch noch Manuel Glowacz den 1:1-Ausgleich (52.).
Nachdem Seyit Ersoy allein vor dem Dattenfelder Tor das Ziel verfehlt hatte (62.), drehten die Gastgeber noch mal auf. „In den letzten zehn Minuten hätten wir das Spiel verlieren können”, so Stroetzel.
0mitdiskutieren