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Ein Herz hat Pause

27.02.2009 | 19:25 Uhr
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Ein Herz hat Pause

FUSSBALL-BEZIRKSLIGA. Steffen Herden gastiert am Sonntag mit den Weseler Zebras bei seinem ehemaligen und zukünftigen Klub, dem SV Bislich.

Wesel. Nein, von den zwei Herzen, die vor diesem Derby in seiner Brust schlagen, möchte Steffen Herden nichts wissen. Als Coach des Fußball-Bezirksligisten BW Weseler Zebras (4. Platz/30 Punkte) gastiert Herden morgen beim abstiegsbedrohten SV Bislich (14./10), den er in der kommenden Saison – am liebsten in der Bezirksliga – wieder übernimmt.

„Ich freue mich sehr auf meinen Heimatverein, aber auf meine oder unsere Zielsetzung hat diese Konstellation überhaupt keinen Einfluss. Ich bin momentan verantwortlich für die Zebras und habe dort die Aufgabe, für Erfolg zu sorgen”, so Herden.

Nach dem 3:1-Erfolg zuletzt gegen den Spitzenreiter Borussia Bocholt munkeln machen schon wieder, die Blau-Weißen könnten sogar noch ins Titelrennen eingreifen. Doch ihr Coach warnt erst einmal vor der nächsten Aufgabe. „Bislich hat sich in den letzten Begegnungen zu so etwas wie einem Angstgegner für die Zebras entwickelt. Natürlich wollen wir das wieder ändern, aber der Gegner wird kämpferisch alles in die Waagschale werfen.”

Info
Borussia Bocholt feuert Trainer

Nach der 1:3-Niederlage zuletzt bei den Weseler Zebras hat Spitzenreiter Borussia Bocholt unter der Woche seinen Trainer Dirk Nienhaus entlassen. „Ausschlaggebend waren weder die Niederlage gegen Wesel noch die Äußerungen in der Presse”, erklärt der 2. Vorsitzende Hans-Bernd Heßling. „Die Kompatibilität vom Trainer zur Mannschaft war nicht mehr gegeben.”

Der Überraschungstabellenführer wird bis zum Saisonende vom bisherigen Co-Trainer Dag Demming und Detlev Gnaß betreut.

Bitter für die Gäste wäre der wahrscheinliche Ausfall ihres Regisseurs Thomas Ridder nach einem Arbeitsunfall. Für den privat verhinderten Pierre Sippekamp wird Michael Wierzbicki das Tor hüten.

„Die Zebras können mit ihrem exzellenten Kader durchaus nach oben schauen. Davon habe ich mich gegen Borussia selbst überzeugt”, zollt der Bislicher Trainer Christoph Körner dem morgigen Gast Respekt. Und trotz der letzten guten Ergebnisse gegen den Nachbarn von der Lippe stellt Körner klar: „Wir sind der klare Außenseiter!”

Trotzdem rechnen sich die Schwarz-Weißen morgen durchaus Chancen aus: „Wir werden zwar nicht ebenbürtig Fußball spielen können. Aber wenn wir über den Einsatz und die Begeisterung in einem echten Derby kommen, warum sollen wir dann nicht wieder für eine Überraschung sorgen können? Wir sind jedenfalls vorbereitet.”

Einschwören will Körner seine Elf noch einmal auf die gefährlichen Standards der Zebras. Bereits beim 1:2 in Bocholt kassierten die Bislicher zwei Treffer nach ruhenden Bällen.

Fehlen wird den Gastgebern weiterhin Christian „Kiki” Ramms, der zwar wieder Lauftraining absolviert, dem aber beim Fußball spielen der Knöchel schmerzt. Maik Sachse sitzt die zweite und letzte Woche seiner Sperre ab, Marco Kniest ist beruflich verhindert.

Andreas Nohlen

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