Duell der Generationen
30.08.2009 | 20:28 Uhr 2009-08-30T20:28:00+0200Bei der 31. Auflage des Hamminkelner Citylaufs sicherte sich Lokalmatador Max Feiler die Bronzemedaille. Im Sprint besiegte er knapp Theo Aymanns, der jedoch trotzdem erneut in der Gesamtwertung des Lippe-Issel-Cups triumphierte.
Hamminkeln. Aus den Boxen vor dem Hamminkelner Rathaus dröhnte laute Schlagermusik. Samba-Rhythmen lagen in der Luft und das Klatschen der Zuschauer untermalte die Volksfest-Atmosphäre beim 31. Hamminkelner Citylauf. Über all der guten Stimmung rund um die Strecke lag jedoch ein sportliches Duell, das Zuschauer und Läufer gleichermaßen elektrisierte. Ein Zweikampf der Generationen um den Gesamtsieg im Lippe-Issel-Cup, dazu mit jeder Menge Lokalkolorit versehen. Auf der einen Seite der Herausforderer Max Feiler, 24 Jahre vom Ausrichter SV Hamminkeln. Auf der anderen Seite der Titelverteidiger Theo Aymanns, 43 Jahre aus Pfalzdorf. Den Einzelsieger in Hamminkeln, Philipp Hövelmann aus Dortmund, konnte das Duo zwar nicht gefährden. In einem klasse Rennen um Platz drei entschied sich jedoch der Gesamtsieg bei der dritten Auflage um den Lippe-Issel-Cup. Theo Aymanns unterlag im direkten Duell um ganze drei Sekunden, wehrte jedoch noch einmal den Angriff seines Widersachers ab und triumphierte zum zweiten Mal in Folge.
Respekt zollten sich die Kontrahenten nach den zehn Kilometern bei bestem Laufwetter durch die Hamminkelner City gegenseitig. „Ich hatte kaum noch an den Gesamtsieg geglaubt, da Max große Leistungssprünge gemacht hat”, äußerte sich Theo Aymanns überglücklich zu seiner Titelverteidigung. „Theo ist ein super Typ und hat den Cup verdient gewonnen”, gratulierte Max Feiler fair, kündigte aber bereits fürs nächste Jahr eine Neuauflage des Duells an. „Dann werde ich einen neuen Anlauf nehmen, Theo zu schlagen.” Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Das Duell nehme ich gerne an”, freute sich „der schnellste Landwirt vom Niederrhein”, Theo Aymanns, bereits auf weitere Generationenkämpfe.
An der Spitze war der Hamminkelner Citylauf in diesem Jahr bereits früh entschieden. Philipp Hövelmann (32:19 Minuten) setzte sich bereits in Runde eins von seinem schärfsten Kontrahenten, dem fünfmaligen Sieger, Jörn Hansen (Menzelen/33:36) ab und baute seinen Vorsprung aus.
Mehr Spannung garantierte somit das Verfolgerduell Feiler gegen Fünf-Kilometer-Sieger Aymanns. Drei Runden belauerten sich beide Athleten, ehe Aymanns auf den Schlusskilometern den durch eine Knochenhautentzündung gehandicapten Max Feiler unter Druck setzte. „Ab diesem Zeitpunkt war das Rennen eine Qual für mich. Doch auf der Zielgeraden bin ich von den Zuschauern auf eine Euphoriewelle gehoben worden und konnte so den Sprint für mich entscheiden”, beschrieb Feiler einen unvergesslichen Zieleinlauf nach 33:52 Minuten.
Beim Hamminkelner Citylauf der Frauen triumphierte Barbara Jedras von TuSEM Essen in 39:02 Minuten vor Nicole Heming (SuS Stadtlohn/41:17) und Michaela Born (TSV Weeze/42:54). Den Lippe-Issel-Cup gewann Ruth Schreier vom SV Schermbeck, die in Hamminkeln 44:07 Minuten benötigte. Auf Platz zwei folgt Sabine Roeser von den Lauffreunden Hadi Wesel vor Sigrid Backhaus (LG Hünxe). Schreier steigerte sich bei den drei Rennen in Schermbeck, Raesfeld und Hamminkeln kontinuierlich und überflügelte somit noch Sabine Roeser. In diesem Jahr wurden beim Lippe-Issel-Cup nur noch zwei Rennen gewertet, da der Drevenacker Abendlauf wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste.
Am Rande notiert:
Walking Talkies. Ein großes Hallo veranstalteten die Damen des Weseler Walking-Treffs im Ziel des Hamminkelner Volkslaufes. Star der neunköpfigen Truppe ist die 87-jährige Gerda Bachmann, die nach fünf Kilometern in 49:59 Minuten ins Ziel kam. Mit ihr freuten sich Helga Sablotny, Gisela Bethaus, Jutta Franz, Petra Lippka, Karin Burger, Helga Sons, Heike Matschke und Maria Stegemann. Für alle zahlte sich das Training im Diersfordter Wald aus.
Cheerleader. Erst seit Mai gibt es die „Junior Diamonds” im Hamminkelner SV. Beim Volkslauf hatten die Mädels nun ihren ersten Auftritt. Energiegeladen unterstützten sie die Läuferinnen und Läufer im Zieleinlauf. Bald wollen die „jungen Hüpfer” auch die HSV-Fußballer bei ihren Heimspielen unterstützen.
La Banda Furiosa. Den richtigen Laufrhythmus musste jeder Aktive auf dem schnellen Rundkurs in Hamminkeln selbst finden. Orientieren konnten sich die Teilnehmer zumindest auf der Start- und Zielgeraden an der Samba-Band, die für eine einzigartige Stimmung rund um die Strecke sorgte. Die Bocholter Musiker sind vielen Läuferinnen und Läufern bereits durch Veranstaltungen und Bocholt und Dinslaken bekannt gewesen.
Letzte Sicherung. Gottfried Bückmann, Vorsitzender des SV Hamminkeln, half im Ziel tatkräftig mit und scannte die Startnummern, wenn die taf-timing-Technik nicht wie geplant funktionierte. Ein erwartungsgemäß ruhiger Job.
0mitdiskutieren