Dreiwiesellauf des Weseler TV fördert den Teamgeist

Auf die Plätze, fertig, los: Mehr als 800 Teilnehmer gingen dieses Jahr an den Start.
Auf die Plätze, fertig, los: Mehr als 800 Teilnehmer gingen dieses Jahr an den Start.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die 19. Auflage des Dreiwiesellaufs des Weseler TV war erneut eine rundum gelungene Breitensportveranstaltung. Für den Start gab es dabei unterschiedliche Motive.

Wesel..  Soziale Integration, Steigerung des Selbstwertgefühls, Zugehörigkeit einer Gruppe – es gibt unterschiedliche Motive für eine Teilnahme am Dreiwiesellauf. Der Breitensportrenner des Weseler TV, der an diesem Sonntag bereits in seiner 19. Auflage im Auestadion ausgerichtet wird, ist für Hobby-Läufer und Profi-Athleten gleichermaßen interessant. Es geht nicht – wie so häufig – um persönliche Bestzeiten. Die Veranstaltung verfolgt andere Ziele, darum ist sie seit Jahren so erfolgreich.

Kai Eckert ist Pädagoge und leitet zusammen mit Rainer Schäfers das Evangelische Kinderheim in Wesel. Eckert startet in der Staffel mit zwei Arbeitskollegen über die 3,8 Kilometer lange Strecke. Mit dem Teamnamen „Die Froschkönige“ gewinnt das Trio in 44:42 Minuten den Wettbewerb. Doch das steht bei den Männern überhaupt nicht im Fokus. Sie möchten ihre Schützlinge zur Bewegung animieren. „Wir Pädagogen sind Vorbilder und müssen mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Eckert.

Das klappt. Insgesamt stellt die Einrichtung 13 Staffeln, die Kinder müssen nicht lange gebeten werden. Schließlich machen es die „Großen“ vor. „Für die Kids ist der Dreiwiesellauf eine tolle Erfahrung, die im Gedächtnis bleibt“, sagt Erzieher Christoph Schmitz, der wie Christian Hoverrath zur Staffel gehört.

Seit mehr als zehn Jahren kommen die Läufer vom BSS Dinslaken zur Veranstaltung nach Wesel, diesmal mit vier Staffeln. In Kooperation mit der Lebenshilfe Dinslaken sind wieder Menschen mit Behinderung in der Gruppe dabei, weil es für sie eine willkommene Abwechslung zum Alltag ist. Teamleiter Hans-Jörg Himmelberg lobt den Dreiwiesellauf. „Der Lauf fördert den Zusammenhalt. Wesel lohnt sich immer wieder“, sagt er.

Für Werner Kamps vom Hamminkelner SV macht der Wettbewerb einen besonderen Reiz aus. „Die Zugehörigkeit in einer Gruppe wird gestärkt. Das ist ein tolles Gefühl, nicht nur für sich zu laufen“, sagt der Routinier, der mit seinen Teamkollegen Ralf Leidereiter und Andreas Thünen den Sieg in der Staffel über die 7,5 Kilometer lange Strecke um den Auesee in 1:27,34 Stunden feiert. „Wir haben mit dem Sieg nicht gerechnet, umso größer ist jetzt unsere Freude darüber“, sagt Schlussläufer Thünen.

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Mareen Hufe war erst am Samstag vom Ironman aus Brasilien zurückgekehrt, tags drauf startet die Profi-Triathletin in Wesel. Das hat sie auch mit ihrer Trainerin besprochen, Regeneration hat derzeit eigentlich oberste Priorität. Für den Dreiwiesellauf macht Hufe eine Ausnahme. „Ich bin zwar zügig, aber in meinem Wohlfühltempo gelaufen“, so die 37-Jährige.

Leichtathletik-Abteilungsleiter des WTV, Manfred Frach, hat alle Hände voll zu tun. Er zieht zufrieden Bilanz, obwohl die Resonanz mit 800 Starts etwas geringer ausgefallen ist als im Vergleich zum Vorjahr. „Es war eine sehr ruhige und gelungene Veranstaltung. Diese Lockerheit macht eben ihren Reiz aus“, sagt er. Für das Jubiläum, das kommendes Jahr ansteht, werden bereits die ersten Ideen und Vorschläge gesammelt. Schließlich soll es gebührend gefeiert werden. „Wir wollen prominente Läufer, die bei der Geburtsstunde dabei waren, für das Jubiläum gewinnen“, so Frach.