Dreifachsieger Ehning hat es in Dingden eilig

Angelina Weber und Bianka vom ZRuFV Dingden gingen bei der Stilspringprüfung der Klasse E auf dem heimischen Platz über die Stangen.
Angelina Weber und Bianka vom ZRuFV Dingden gingen bei der Stilspringprüfung der Klasse E auf dem heimischen Platz über die Stangen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma

Hamminkeln..  Johannes Ehning schraubt eilig die Stollen unter Carol Springs’ Hufen ab. Es muss jetzt schnell gehen, denn der international dekorierte Springreiter und jüngere Bruder des Mannschafts-Olympiasiegers Marcus Ehning hat noch etwas vor. Gerade gelang dem 32-Jährigen im Großen Preis des Sommerturniers beim ZRuFV Dingden ein beeindruckender Dreifachsieg, jetzt verlädt er seine Erfolgspferde schon auf den Transporter, um nach Coesfeld zu fahren. Beim dortigen S*-Springen wird er am späten Nachmittag im Stechen auf dem zehnten Rang landen. Zwei Abwürfe werden zu viel für eine vordere Platzierung sein. Im Dingdener Regen drehte er dagegen sechs fehlerfreie Runden.

In dem S*-Springen an der Klausenhofstraße brachte Ehning seine drei Pferde sicher in die Siegerrunde, in der er mit Air Corrado (35,68 Sekunden), Coral Springs (39,48) und Castello (42,33) die drei schnellsten Zeiten hinlegte. „Das sind drei erfahrene Pferde, die auch schon international viel geritten sind. Sie haben es mir leicht gemacht“, sagte Ehning nach seinem Triple-Gewinn bescheiden.

Der Junioren-Europameister von 1999, der für den ZRFV Borken startet, hatte erstmals beim Sommerturnier in Dingden gemeldet, weil der Termin in seinen Plan passte und er Air Corrado eine neue Chance geben wollte. Bei der deutschen Meisterschaft in Balve war er mit dem neunjährigen Hengst vor einer Woche nach einer „unglücklichen zweiten Runde“ nur auf dem 39. Platz gelandet. Gestern ritt das Duo dagegen in einer eigenen Liga.

Ehning lobte die „guten Bodenbedingungen“ in Dingden. „Der Regen war kein Problem für den Rasenplatz“, meinte er. Pünktlich zum Start der Siegerrunde waren Schauer über die Anlage gezogen. „Das Wetterpech verfolgt uns jetzt seit drei Jahren“, sagte der ZRuFV-Vorsitzende Hans-Wilhelm Schmoor mit resignierendem Unterton in der Stimme. Dank großzügiger Unterstellmöglichkeiten konnten die zahlreichen Zuschauer bei der Entscheidung des Großen Preises im Trockenen mitfiebern. „Wir haben klasse Sport gesehen“, stellte Schmoor fest.

Der Vereinschef zeigte sich „rundum zufrieden“ mit dem dreitägigen Sommerturnier, für das 1400 Nennungen eingegangen waren, und richtete „Dank und Lob an die Helfer“. Über 60 Freiwillige sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Sie halfen etwa am regnerischen Auftakttag mit, 30 Tonnen Rheinsand auf dem danach nicht mehr rutschigen Springplatz zu verteilen.

In der Reithalle nebenan feierte Lina van Gemmeren in der zweiten Abteilung der Dressurreiterprüfung der Klasse A einen Heimsieg. Auf Janosch gewann die Dingdenerin mit der Wertnote 7,7. Die anspruchvollste Dressur des Wochenende, eine Dressurprüfung der Klasse M* entschied Stefanie Schnell vom RFV Wodan Damm mit Robinson für sich.