Drei Neuzugänge für die HSG Wesel

„Pumpen“ in der Vorbereitung nun für die HSG (v. l.): Tobias Hermann, Niklas Borowski und Dominik Weber.
„Pumpen“ in der Vorbereitung nun für die HSG (v. l.): Tobias Hermann, Niklas Borowski und Dominik Weber.
Foto: FUNKE Foto Services

Wesel..  Deutlich entspannter der kommenden Saison in der Handball-Verbandsliga entgegen blicken kann Sven Esser. Nach den Abgängen von Michael Nölscher und Heiko Kreilkamp (zurück zum SV Schermbeck) sowie von Jonas Gorris (TV Ratingen) war der Kader der HSG Wesel bereits deutlich geschwächt. Hinzu kam das immer noch geltende Fragezeichen hinter der sportlichen Zukunft von Jonathan Reinartz.

Doch nun präsentieren die Hansestädter drei Neuzugänge, die die Personalsituation für den Trainer entspannen und den Konkurrenzkampf schüren. Vom Verbandsliga-Absteiger HSG RW Oberhausen kommt Tobias Hermann, vom Bezirksligisten SV 08/29 Friedrichsfeld Niklas Borowski und mit Dominik Weber der Bruder von HSG-Spieler Daniel Weber aus der Bundesliga-A-Jugend von TuSEM Essen.

„Am Kreis mussten wir ohne Michael Nölscher unbedingt tätig werden“, erläutert Esser. Zwar können dort auch Christopher Heffels oder Fynn Walla agieren. Doch mit Tobias Hermann hat die HSG dort nun eine erfahrene Alternative. „Ich wollte eigentlich schon aufhören und nur noch einmal richtig dran ziehen, wenn alles passt. Das Gefühl habe ich hier“, so der 30-Jährige, der auch schon zwei Jahre beim SV Schermbeck in der Verbandsliga agierte.

„Ich möchte die Chance wahrnehmen, mich hier weiterzuentwickeln“, sagt Niklas Borowski. Der 19-jährige Linksaußen war den Weselern aufgefallen, als er im Pokal-Halbfinale unerfreulich viele gute Aktionen gegen die HSG hatte. „Er ist schnell und technisch in der Jugend in Hiesfeld immer in den hohen Klassen unheimlich gut ausgebildet worden“, erläutert Sven Esser. „Er ist für uns auch ein Fingerzeig Richtung Zukunft.“

Das gilt nicht minder für Dominik Weber. Der erst 18-Jährige könnte noch ein Jahr in der Jugend spielen und täte das wohl auch weiter in Essen, würde ihm nach dem frisch gebauten Abitur der Start ins Berufsleben diesbezüglich nicht einen Strich durch die Rechnung machen. „Viermal pro Woche vier Stunden Zeitaufwand für das Training dort plus die Spiele sind einfach zuviel“, sagt der Linkshänder, der sich auf dem Feld auf Halbrechts oder Rechtsaußen wohlfühlt. „Wir haben da lange drüber gesprochen. Wenn man eine Lehre beginnt und auch noch mal seine Kollegen und Freundin sehen will, ist das kaum machbar“, ergänzt Christian Weber, Vater von Dominik und Daniel sowie praktischerweise auch noch in die Vorstandsarbeit der HSG Wesel involviert.

„Für uns ist das ein absoluter Glücksfall - und dann auch noch ein Linkshänder“, grinst Esser. „Wir dürfen und werden aber auch von ihm keine Wunderdinge erwarten. Im Seniorenbereich geht es schon noch anders zur Sache. Aber ich bin überzeugt, dass er uns direkt weiterhelfen kann.“ Zusammen mit Matthias Kalus, der aus der Reserve aufrückt, hat die HSG ihren Kader also deutlich verjüngt. Das soll sich in der Spielanlage der Weseler, die in der Vergangenheit häufig „über die Kampfschiene gekommen waren“ (Esser), so schnell wie möglich widerspiegeln.

Auch als Zweitplatzierter des hiesigen „Final 4“-Turnieres um den Kreispokal hat die HSG Wesel doch noch den Sprung auf die HVN-Ebene des Wettbewerbes geschafft. Am 30. August, also zwei Wochen vor dem Liga-Start, geht es zum Bezirksligisten Rheydter SV Richtung Mönchengladbach. „Der Termin ist sicherlich etwas ungünstig. Trotzdem wollen wir natürlich die Chance nutzen, um anschließend ein interessantes Heimspiel zu haben“, so Esser. Der Sieger aus der Partie in Rheydt spielt zu Hause gegen den Sieger des Duells TV Vorst - TSV Aufderhöhe.