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NRW-Liga

Die neue Rolle des SVS als Lieblingsgegner

18.05.2012 | 19:41 Uhr
Die neue Rolle des SVS als Lieblingsgegner
Keeper Sven Schneider griff in Hüls daneben, daraus resultierte das 0:1. Moussa Ouattara und Florian Gerding beobachten die Szenerie. (Foto: Lutz von Staegmann)

Schermbeck. Die letzten 270 Minuten in der kurzen Geschichte der sich auflösenden NRW-Liga stehen an. Also noch einmal drei Spiele, deren Ende Martin Stroetzel herbeisehnt. „Ich bin froh, wenn die Saison vorbei ist. Jetzt wird es wirklich Zeit“, sagt der Trainer des SV Schermbeck.

Am Sonntag (15 Uhr) müssen seine Kicker bei ETB SW Essen ran. Während es für den SVS vielleicht noch um ein wenig Prestige und um die Niederlagen-Hypothek geht, die er möglicherweise durch die Sommerpause schleppen muss, hoffen die Platzherren noch auf den Relegationsplatz zur Regionalliga West.

„Das ist wieder eine Mannschaft, die noch richtig heiß ist“, charakterisiert Stroetzel den Gegner. Schon am Mittwoch war der SVS bei einem hochmotivierten Team zu Gast. Der Ausgang in Hüls (1:4) ist bekannt. Ähnliches befürchtet der Schermbecker Übungsleiter auch für die morgige Partie. „Essen wird sich mit Sicherheit freuen, dass wir jetzt kommen“, meint der 46-Jährige. Vier Niederlagen in Folge bei 4:13 Treffern haben die Schermbecker zum Lieblingsgegner bei den NRW-Liga-Kontrahenten werden lassen. Und dies auch, „weil die Spieler nicht mehr so motiviert sind“, räumt Stroetzel ein.

Hinzu kommen Fehler, die immer wieder zu frühen Gegentoren führen. So patzte Keeper Sven Schneider in Hüls schon nach drei Minuten. „Wir können die Spiele doch auf einen Kopierer legen, wir waren die gesamte Saison im Tor nicht so stabil“, sagt der Coach. Allerdings sei das Abschneiden „nicht nur am Torhüter festzumachen“. In Hüls sei es deshalb in der Kabine auch laut geworden, und „das kam nicht vom Trainer“, so Martin Stroetzel, der in Essen Marvin Radüchel zwischen die Pfosten beordert.

Ansonsten wird sich personell nicht viel ändern, da auch die Alternativen fehlen. Seyit Ersoy, der zur SG Wattenscheid 09 wechselt, hat sich nach den nicht richtig verheilten Nasenbeinbrüchen einer OP unterziehen müssen. Demnächst muss er auch noch wegen Hüftbeschwerden unters Messer.

Ralf Pollmann



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