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Sportpreis des Monats

„Die Jungs dürfen Fehler machen“

28.06.2012 | 15:19 Uhr
„Die Jungs dürfen Fehler machen“
Die künftigen Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel freuen sich über den Weseler Sportpreis des Monats.

Wesel. Beim ersten Wiedersehen war der Ball größer und Handspiel verboten: Mit einer Partie Fußball stimmten sich die Handball-Meister der HSG Wesel locker wieder ein. „Nach unserem Aufstiegsendspiel fiel die ganze Anspannung ab. Wir waren total leer und brauchten eine komplette Pause“, sagt Co-Trainer Michael Kessel. Vor rund 700 Zuschauern in der Rundsporthalle hatten die Hansestädter den direkten Konkurrenten Rot-Weiß Oberhausen am letzten Spieltag der Landesliga-Saison mit 30:19 geschlagen und den Aufstieg in die Verbandsliga gefeiert.

Für diesen Triumph wurde die erfolgreiche Mannschaft nun mit dem Sportpreis des Monats ausgezeichnet. Vertreter der Stadt, des Stadtsportverbandes, der Volksbank Rhein-Lippe, Ropa-Sports und der Neuen Rhein Zeitung überreichten den 500 Euro-Warengutschein für das Sportgeschäft.

Die Erinnerungen an die Galavorstellung und den anschließenden Party-Marathon sind noch frisch, die neue Herausforderung ist aber schon vor Augen. Am 14. Juli startet die HSG in die intensive Vorbereitung mit zahlreichen Einheiten und Testspielen.

„Wir müssen viel trainieren und den Fokus wieder auf die Abwehrarbeit legen. Da findet ein Umbruch statt“, so Kessel. Fyn Walla wird beruflich bedingt in der ersten Saisonhälfte fehlen und Stefan Haase sowie Lars Lettgen treten aus Studiengründen etwas kürzer. Auch Daniel Borgmann nimmt sich zurück und läuft künftig für die Bezirksliga-Reserve auf.

Die Neuzugänge sollen die entstandenen Lücken schließen: Klaus und Sven Buil wechseln von der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg nach Wesel. „Von Klaus versprechen wir uns viel auf halblinks, obwohl der Sprung von der Bezirks- in die Verbandsliga natürlich groß ist. Sven soll langsam reinwachsen“, erklärt Kessel.

Robert Blechschmidt ist für die Mitteposition vorgesehen und Jonas Gorris soll der Defensive zu mehr Stabilität verhelfen. „Er trainiert nach seiner Knie-OP schon fleißig im Fitnessstudio, soll aber nicht zu schnell einsteigen“, sagt Kessel, der froh ist, dass nun auch die vakante Rechtsaußenposition mit Simon Heyer besetzt ist (die NRZ berichtete). Mit diesem breiteren Kader und einer guten Heimbilanz will die Handball-Spielgemeinschaft soll schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen.

Was genau die Weseler bei ihrem erneuten Abenteuer Verbandsliga erwartet, das wissen sie nicht. „Wir werden aber mit Spaß an die Sache herangehen. Die Mannschaft soll den Schwung aus der vergangenen Saison mitnehmen“, meint Kessel, der sich sicher ist, dass „das Team noch wachsen wird“. Dies wird in der kommenden Spielzeit nötig sein, denn bereits zum Auftakt am 16. September muss der Aufsteiger zu den verstärkten Moerser Adler HSG reisen.

„Wir werden in keinem Spiel chancenlos sein, aber trotzdem manche Schlappe einstecken. Die Jungs dürfen Fehler machen“, sagt der Co-Trainer, der zusammen mit seinem Chef Christian Pannen auf die große Stärke ihrer Mannschaft setzt: „Sie hat sich in den wichtigen Situation immer gesteigert.“

Niklas Preuten



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