Die Hoffnung auf „Budenzauber“ mit Spaßfaktor

Die Kicker des B-Ligisten GW Flüren, hier im letzten Jahr beim 3:3 in der Zwischenrunde gegen die Reserve des PSV Lackhausen, sind am Samstag wieder mit dabei. Gegen die Teilnahme des letztjährige Gegners und Finalisten PSV Lackhausen II sprach sich dagegen die Mehrheit der Klubs aus.
Die Kicker des B-Ligisten GW Flüren, hier im letzten Jahr beim 3:3 in der Zwischenrunde gegen die Reserve des PSV Lackhausen, sind am Samstag wieder mit dabei. Gegen die Teilnahme des letztjährige Gegners und Finalisten PSV Lackhausen II sprach sich dagegen die Mehrheit der Klubs aus.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Fußball-Landesligist PSV Lackhausen geht am Samstag ab 12 Uhr (Rundsporthalle) als Titelverteidiger ins Rennen um die Weseler Stadtmeisterschaft.

Wesel..  Ohne die Reserve des PSV Lackhausen und ohne die vom Verband mittelfristig geforderten Futsal-Regeln gehen die Weseler Fußball-Stadtmeisterschaften im Hallenfußball am Samstag ab 12 Uhr in der Rundsporthalle in ihre nächste Runde. Bei der Auslosung hatten sich die Vereine gegen eine erneute Teilnahme des Bezirksliga-Unterbaus der Postsportler, im letzten Jahr noch Endspielgegner der eigenen ersten Mannschaft, sowie gegen Veränderungen Richtung Futsal ausgesprochen. „Die Weseler Fußballer wollen Fußball spielen“, sagte Walter Großmann vom Stadtsportverband damals nach dem Treffen.

Trotz zweier Niederlagen hatte der PSV im vergangenen Jahr den „Budenzauber“, der zuletzt sportlich immer weniger begeistern konnte, dafür regelmäßig Pöbeleien und Tätlichkeiten bot, für sich entschieden. „Damals sind einige Spiele für uns nicht so rund gelaufen“, erinnert sich PSV-Co-Trainer Michael Pasinski, der am Samstag erneut bei den Grünen das Zepter schwingt. „In der Halle sind sowieso immer alle gegen uns. Wir wollen einfach schönen Fußball bieten und uns nicht provozieren lassen.“

Gegner des Landesligisten sind in der Gruppe B die B-Ligisten GW Flüren und der SV Ginderich. „Unser vereinsinternes Turnier haben wir ohne Gegentor gewonnen und bei den Stadtmeisterschaften lief es zuletzt ja auch immer ganz gut für uns“, freut sich GWF-Trainer Marco Scholten auf das Turnier. „Unser Ziel ist, mindestens vier Spiele zu machen, also die Vorrunde zu überstehen.“

Einfach nur einen „sportlichen Tag erleben – mehr nicht“, möchte Frank Griesdorn, Coach des SV Ginderich. „Was ich bei den Weseler Stadtmeisterschaften schon so alles erlebt habe, brauche ich nicht wirklich, zumal ja auch noch Frauen und Kinder in der Halle sind. Ich hoffe, dass sich alle zusammenreißen.“

Favorit in der Gruppe A ist Bezirksligist SV Bislich. Doch der schont zahlreiche seiner angeschlagenen Spieler. Auch Marc Ressel, Gewinner der NRZ-Torjägerkanone der vergangenen Saison, wird nach langer Trainingspause nicht auflaufen. Zudem kommt Coach Dennis Lindemann, ohnehin kein Freund dieser Veranstaltung, höchstens als Zuschauer. Co-Trainer Tobias Engels hat das Sagen. „Er hat da richtig Bock drauf und soll jetzt mal den Titel holen, den ich nicht gewinnen konnte“, so Lindemann.

Gegner der Schwarz-Weißen sind die C-Ligisten Weseler SV und SuS Wesel-Nord. „Für uns sind das Freundschaftsspiele, bei denen wir uns gut präsentieren wollen“, meint der neue SuS-Trainer Stefan den Brock, für den es in dieser Funktion wie für zahlreiche seiner Kicker der erste offizielle Auftritt bei den neu formierten Nordlern sein wird.

„Vor so vielen Zuschauern zu spielen ist immer ein Highlight“, sagt WSV-Trainer Bernd Pagojus, zu dessen Mannschaft auch bereits Neuzugang Marvin Grundmann zählen wird. „Die Jungs spielen gerne in der Halle und sind auch soweit fit. Die Knieprobleme hat bei uns der Trainer“, so Pagojus.

In der Gruppe C spielen drei B-Ligisten um die beiden Plätze für die Zwischenrunde. „Wir kommen mit einer sehr jungen Mannschaft und haben keine großen Ambitionen. Aber ich freue mich darauf, denn die Stadtmeisterschaften sind immer eine gut organisierte Veranstaltung“, sagt Frank Meiboom, Trainer des SV Büderich.

„Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, dass alles ruhig abläuft und wir uns sportlich nicht blamieren“, erläutert Coach Rocco Steinert von der Weseler Viktoria, die unter anderem auf ihren privat verhinderten Techniker Javier Lopez Gamez verzichten muss.

Gastgeber ist Wesel Anadolu Spor. Deren Coach Ismail Samhal verspricht den Zuschauern vor allem kulinarische Erlebnisse. „Da können sich die Leute wirklich drauf freuen. Döner hat ja jeder schon hundert Mal gegessen. Deshalb werden wir viele andere Spezialitäten anbieten.“ Als sportliches Ziel gibt Samhal die Marschroute „Spaß haben“ aus.

Mit diesem Ziel sind in den letzten Jahren nicht immer alle Kicker auf das Feld gegangen.

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