Der Mut zur Veränderung wird belohnt

Athletik, Disziplin und Respekt: Die Kampfsportler von Wushu Wesel legten in der Niederrheinhalle einen beeindruckenden Auftritt hin.
Athletik, Disziplin und Respekt: Die Kampfsportler von Wushu Wesel legten in der Niederrheinhalle einen beeindruckenden Auftritt hin.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Ein strafferes Programm, keine Live-Band: Das neue Konzept des „Fests des Weseler Sports“ kam bei den Besuchern gut an.

Wesel..  Frank Rothkopf formulierte seinen Wunsch in der Begrüßungsrede. „Aus einem Ball soll ein Fest werden“, rief der Vorsitzende des Weseler Stadtsportverbandes (SSV) den rund 500 Besuchern an den Tischen in der Niederrheinhalle zu. Die Organisatoren änderten dafür mehr als nur den Namen. Sie strafften merklich das Programm beim neuen „Fest des Weseler Sports“ und verzichteten auf eine Live-Band, wie es sie noch bei den Sportlerbällen der vergangenen Jahre gab. Stattdessen heizte DJ Anthony Stardust ein, nachdem der offizielle Teil des Abends nach weniger als zweieinhalb Stunden seinen Abschluss gefunden hatte. Der Mut zur Veränderung wurde belohnt. Das neue Programm erfüllte Rothkopfs Wunsch.

„Ich habe den Abend als nicht mehr so steif wie sonst erlebt“, sagte der SSV-Chef nach einer kurzen Nacht. Als er um zwei Uhr morgens die Niederrheinhalle verlassen hatte, wirbelten noch einige Tanzwütige auf dem Parkett. „Ich denke, dass die längere Partytime gut angekommen ist. Wir waren uns schon am Abend im Vorstand einig, dass dies der zukunftsweisende Weg ist“, erzählte Rothkopf, der auch mit der Vorstellung von Wushu Wesel sehr zufrieden war.

Der Verein zeigte einen Ausschnitt aus seinem Trainingsprogramm, das Karate mit dem Schwerpunkt Selbstverteidigung beinhaltet. Die jungen Kämpfer präsentierten eindrücklich die Vorzüge ihres Sports: Athletik, Disziplin, Respekt. Dabei vergaßen sie gleichwohl nicht den Spaß. In der Abschlussszene ihres Auftritts legten die Jüngsten ihren Trainer Werner Grett der Reihe nach Form vollendet auf die Bretter. „Ein großes Kompliment. Der Verein hat sich richtig was ausgedacht“, lobte Rothkopf.

In der dunklen Niederrheinhalle zog der Berliner Jongleur und Artist Till Pöhlmann die Zuschauer mit seiner Licht- und Feuershow in seinen Bann. Zu schnellen Beats schaffte er eine beeindruckende Lichtkulisse und ließ etwa das Weseler Stadtwappen um sich kreisen. Dem Publikum gefiel es, und auch Frank Rothkopf freute sich über die „schönen Bilder“. Es gebe nur Kleinigkeiten, die für das nächste Jahr zu verbessern seien. So wünschte sich der SSV-Vorsitzende beispielsweise ein paar mehr Fragen an die Sportler auf der Bühne.